<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>medizin-transparent.at</title>
	<atom:link href="http://www.medizin-transparent.at/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.medizin-transparent.at</link>
	<description>Pressemeldungen unter die Lupe genommen.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 19 Jun 2013 06:00:48 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.5.1</generator>
		<item>
		<title>Der Joint als Diabetes-Prävention</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/der-joint-als-diabetes-pravention</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/der-joint-als-diabetes-pravention#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2013 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Kerschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Cannabis]]></category>
		<category><![CDATA[Diabetes]]></category>
		<category><![CDATA[Marihuana]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbeugung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3600</guid>
		<description><![CDATA[Der Konsum von Marihuana reduziert das Risiko an Diabetes zu erkranken, schreibt News.at. Tatsächlich geben wissenschaftliche Untersuchungen vorsichtige Hinweise auf eine solche Wirkung. Eine Empfehlung von Marihuana zur Vorbeugung von Diabetes ist das aber noch nicht. Zeitungsartikel: Gesundes Kiffen – Diabetes-Risiko sinkt (21.5.2013, News.at) Frage: Reduziert der Konsum von Marihuana das Risiko an Diabetes zu [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3601" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/der-joint-als-diabetes-pravention"><img src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/2013-06-19_Cannabis+Diabetes_200x133.jpg" title="&copy;iStockphoto.com/BradenGunem" alt="Schützt Hanf vor Diabetes?" width="200" height="133" class="size-full wp-image-3601" /></a><p class="wp-caption-text">Schützt Hanf vor Diabetes?</p></div>
<p>Der Konsum von Marihuana reduziert das Risiko an Diabetes zu erkranken, schreibt News.at. Tatsächlich geben wissenschaftliche Untersuchungen vorsichtige Hinweise auf eine solche Wirkung. Eine Empfehlung von Marihuana zur Vorbeugung von Diabetes ist das aber noch nicht.</p>
<p><span id="more-3600"></span></p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a title="zum Artikel auf News.at" href="http://www.news.at/a/gesundes-kiffen-diabetes-risiko-geringer">Gesundes Kiffen – Diabetes-Risiko sinkt</a> (21.5.2013, News.at)
</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Reduziert der Konsum von Marihuana das Risiko an Diabetes zu erkranken?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Zwei Querschnittsstudien liefern Hinweise auf eine Diabetes-vorbeugende Wirkung von Wirkstoffen aus der Cannabispflanze. Dass der Konsum von Marihuana tatsächlich das Diabetes-Risiko senkt, muss noch durch umfangreiche Studien bestätigt werden.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img class="alignnone size-full wp-image-361" title="Information zur Bewertung..." alt="" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/orange_button.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"><a href="http://www.medizin-transparent.at/ueber/bewertungskriterien"><img class="size-full wp-image-320" title="Information zur Wirksamkeit..." alt="" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/accept1.png" width="32" height="32" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Niedrige</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td>für die <em> Wirksamkeit</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Marihuana wird aus der Hanfpflanze (Cannabis) gewonnen. Genauer gesagt aus den Blütentrauben und blütennahen Blättern der weiblichen Pflanze Nach dem Trocknen werden die Blätter und Blüten zerkleinert und meist in einer Zigarette, dem Joint, geraucht. Die psychoaktive Wirkung wird von der Substanz THC (Tetrahydrocannabinol) ausgelöst. Sie beeinflusst das Zentralnervensystem und wirkt berauschend. In Österreich ist Marihuana das am häufigsten konsumierte illegale Rauschmittel <a href="#ref1">[1]</a>. Laut News.at hat diese Droge angeblich auch eine andere erstaunliche Wirkung: Sie soll das Risiko einer Diabetes-Erkrankung senken können. Ist das wissenschaftlich haltbar? </p>
<h2>Marihuana-Konsumenten haben seltener Diabetes</h2>
<p>Eine <span class="domtooltips">Querschnittsstudie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">untersucht <i>zu einem einzigen Zeitpunkt</i>, ob eine Gruppe von Personen z.B. mit einer speziellen Belastung gerade bestimmte Symptome oder Merkmale zeigt. Ob die spezielle Belastung die Ursache für die Symptome ist, lässt sich daraus aber nicht schließen, da nicht untersucht wurde, ob die Belastung oder die Symptome zuerst da waren.</span></span> aus dem Jahr 2012 an 10 896 US-Amerikanern <a href="#ref2">[2]</a> ergab: Marihuana-Konsumenten erkrankten seltener an Diabetes. Ehemalige und aktive Konsumenten zusammen haben im Vergleich zu Nicht-Konsumenten ein um 60 Prozent verringertes Diabetes-Risiko. Dröselt man die Gruppe in ehemalige Konsumenten, schwache und starke Marihuana-Nutzer auf, ergibt sich ein weiterer interessanter Aspekt: Den größten Effekt fanden die Forscher bei gemäßigten Marihuana-Rauchern, die bis zu vier Joints im Monat rauchten. Ihr Risiko war rund 70 Prozent geringer als das der Nicht-Konsumenten.</p>
<p>Umgelegt auf Österreich entspräche das einer Verringerung von fünf auf zwei unter 100 Diabetes-Betroffenen in der Altersgruppe der 45 bis 59-jährigen. Bei Menschen ab 60 wären es statt 16 nur mehr fünf von 100 <a href="#ref5">[5]</a>. Die Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Die Autoren der vorliegenden <span class="domtooltips">Querschnittsstudie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">untersucht <i>zu einem einzigen Zeitpunkt</i>, ob eine Gruppe von Personen z.B. mit einer speziellen Belastung gerade bestimmte Symptome oder Merkmale zeigt. Ob die spezielle Belastung die Ursache für die Symptome ist, lässt sich daraus aber nicht schließen, da nicht untersucht wurde, ob die Belastung oder die Symptome zuerst da waren.</span></span> fanden zwar einen Zusammenhang. Sie können aber nicht mit Sicherheit zeigen, dass tatsächlich der Konsum von Marihuana für das verringerte Diabetesrisiko verantwortlich ist. Bekannte Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsarmut oder Blutfettwerte haben die Wissenschaftler als Ursache zwar ausgeschlossen, es könnten aber andere, unbekannte Faktoren das Diabetesrisiko mitverantworten. Um mehr Sicherheit zu gewinnen, wären zumindest <span class="domtooltips">Kohortenstudien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span> notwendig. Diese müssten über viele Jahre beobachten, wie häufig gesunde Marihuana-Konsumenten im Vergleich zu gesunden Nicht-Konsumenten im Laufe der Zeit an Diabetes erkranken.</p>
<h2>Marihuana verringert möglicherweise Risikofaktoren</h2>
<p>Die Verfasser einer kleineren <span class="domtooltips">Querschnittsstudie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">untersucht <i>zu einem einzigen Zeitpunkt</i>, ob eine Gruppe von Personen z.B. mit einer speziellen Belastung gerade bestimmte Symptome oder Merkmale zeigt. Ob die spezielle Belastung die Ursache für die Symptome ist, lässt sich daraus aber nicht schließen, da nicht untersucht wurde, ob die Belastung oder die Symptome zuerst da waren.</span></span> an 4657 Probanden <a href="#ref3">[3]</a> fanden einen Zusammenhang zwischen dem Rauchen von Marihuana und dem verringerten Auftreten von Insulinresistenz, einer Vorstufe von Diabetes. Personen, die regelmäßig Marihuana konsumierten, hatten eine um 12 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, eine Insulinresistenz zu entwickeln. Dabei ist die Empfindlichkeit der Körperzellen eingeschränkt, mit Hilfe von Insulin Zucker zur Energieverwertung aufzunehmen. Der nicht-aufgenommene Zucker verbleibt in der Blutbahn und erhöht somit den Blutzuckerspiegel. Dementsprechend waren auch Insulin- und Blutzuckerwerte bei Marihuana-Rauchern niedriger.</p>
<p>Zusammen mit Fettleibigkeit, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten ist die Insulinresistenz der Motor, der die Diabeteserkrankung vorantreibt. Das Zusammenspiel dieser vier Faktoren bezeichnen Mediziner als Metabolisches Syndrom. Diabetes als Folge dieser Risikofaktoren bezeichnen Mediziner als Typ 2 Diabetes. Er betrifft rund neun von zehn Diabetesfälle <a href="#ref6">[6]</a>. </p>
<h2>Cannabidiol und Diabetes bei Mäusen</h2>
<p>Unterstützung für die These der möglicherweise schützenden Wirkung von Cannabis liefert eine Tierstudie an Mäusen, die eine genetische Veranlagung für Diabetes hatten <a href="#ref4">[4]</a>. Die Autoren der Studie untersuchten die Auswirkungen von Cannabidiol, einer weiteren Substanz aus der Cannabispflanze, auf die Entstehung von Diabetes bei Tieren. Cannabidiol wird wie THC aus Cannabis gewonnen, wirkt aber nicht berauschend, sondern hat u.a. angstlösende, antipsychotische und antientzündliche Effekte. Das Ergebnis: Von 22 unbehandelten Mäusen, die kein Cannabidiol erhielten, erkrankten 19 an Diabetes. Bei Mäusen, die eine Cannabidiol-Behandlung bekamen, waren es allerdings nur 6 von 20. </p>
<p>Die Ergebnisse einer Untersuchung an Mäusen sind allerdings nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragbar. Zudem war die in der Studie injizierte Dosis sehr viel höher als der Gehalt von Cannabidiol in einem herkömmlichen Joint. Dennoch könnten die Ergebnisse bei der Erforschung von Diabetes Mellitus und dessen Vorbeugung helfen.</p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">K. Regnat, B. Kerschner, J. Wipplinger, P. Mahlknecht</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/der-joint-als-diabetes-pravention&#038;t=Der+Joint+als+Diabetes-Pr%C3%A4vention"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" alt="auf Facebook teilen" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Der+Joint+als+Diabetes-Pr%C3%A4vention+"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" alt="auf Twitter teilen" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Schokolade als Medizin – zartschmelzender Mythos oder Fakt?" href="http://www.medizin-transparent.at/schokolade-als-medizin-zartschmelzender-mythos-oder-fakt">Schokolade als Medizin – zartschmelzender Mythos oder Fakt?</a> (5. Juli 2012)</li><li><a title="Macht Zucker zuckerkrank?" href="http://www.medizin-transparent.at/macht-zucker-zuckerkrank">Macht Zucker zuckerkrank?</a> (12. März 2013)</li><li><a title="Zuckerkrank durch „Light“-Limonaden?" href="http://www.medizin-transparent.at/zuckerkrank-durch-light-limonaden">Zuckerkrank durch „Light“-Limonaden?</a> (8. März 2013)</li><li><a title="Rauchverbote nachweislich sinnvoll" href="http://www.medizin-transparent.at/rauchverbote-nachweislich-sinnvoll">Rauchverbote nachweislich sinnvoll</a> (21. Dezember 2012)</li><li><a title="Zuckerkrank durch Plastik-Weichmacher?" href="http://www.medizin-transparent.at/zuckerkrank-durch-plastik-weichmacher">Zuckerkrank durch Plastik-Weichmacher?</a> (14. Dezember 2012)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2] Rajavashisth (2012)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips">Querschnittsstudie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">untersucht <i>zu einem einzigen Zeitpunkt</i>, ob eine Gruppe von Personen z.B. mit einer speziellen Belastung gerade bestimmte Symptome oder Merkmale zeigt. Ob die spezielle Belastung die Ursache für die Symptome ist, lässt sich daraus aber nicht schließen, da nicht untersucht wurde, ob die Belastung oder die Symptome zuerst da waren.</span></span><br />
<em>Studienteilnehmer:</em> 10 896 Teilnehmer aus NHANES 3 aus den Jahren 1988 &#8211; 1994 (National health and Nutrition Examination Survey)<br />
<em>Fragestellung:</em> Ermittlung der Beziehung zwischen Cannabis-Konsum und Diabetes mellitus.<br />
<em>Mögliche Interessenkonflikte:</em> Autor gehört Omics Biotechnology. Hat Interesse an einer Diabetes mellitus Behandlung über cannabinoid-induzierten Signalweg zwischen Zellen.</p>
<p>Rajavashisth TB, Shaheen M, Norris KC, Pan D, Sinha SK, Ortega J, Friedman TC. Decreased prevalence of diabetes in marijuana users: cross-sectional data from the National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) III. BMJ Open. 2012 Feb 24;2:e000494. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3289985/" title="zur Studie in voller Länge">Studie in voller Länge</a>)</p>
<p><a name="ref3"></a><strong>[3] Penner (2013)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips">Querschnittsstudie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">untersucht <i>zu einem einzigen Zeitpunkt</i>, ob eine Gruppe von Personen z.B. mit einer speziellen Belastung gerade bestimmte Symptome oder Merkmale zeigt. Ob die spezielle Belastung die Ursache für die Symptome ist, lässt sich daraus aber nicht schließen, da nicht untersucht wurde, ob die Belastung oder die Symptome zuerst da waren.</span></span> &#8211; klinische Forschungsstudie<br />
<em>Studienteilnehmer:</em> 4657 Teilnehmer aus der amerikanischen Gesundheits- und Ernährungsumfrage aus dem Jahr 2005 bis 2010<br />
<em>Fragestellung:</em> Zusammenhang zwischen Cannabis-Konsum und Diabetes- Kriterien (Nüchtern-Blutzuckerspiegel, Insulinspiegel, Insulinresistenz und Bestandteilen des metabolischen Syndroms) wird untersucht<br />
<em>Mögliche Interessenkonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Penner EA, Buettner H, Mittleman MA. The Impact of Marijuana Use on Glucose, Insulin, and Insulin Resistance among US Adults. Am J Med. 2013 May 9. (<a href="http://www.amjmed.com/article/S0002-9343(13)00200-3/fulltext" title="zur Studie in voller Länge">Studie in voller Länge</a>)</p>
<p><a name="ref4"></a><strong>[4] Weiß (2005)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Tierstudie<br />
<em>Versuchsobjekte:</em> weibliche, nicht fettleibige, sechs bis 12 Wochen alte Mäuse, die an Diabetes leiden.<br />
<em>Fragestellung:</em> Einfluss von Cannabidiol auf schlanke Mäuse mit Diabetes-Veranlagung.<br />
<em>Interessenkonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Weiss L, Zeira M, Reich S, Har-Noy M, Mechoulam R, Slavin S, Gallily R. Cannabidiol lowers incidence of diabetes in non-obese diabetic mice. Autoimmunity. 2006 Mar;39(2):143-51. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16698671" title="zur Zusammenfassung der Tierstudien">Zusammenfassung der Tierstudie</a>) </p>
<h3>Weitere Quellen</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Österreichisches Bundesministerium für Gesundheit</strong> Factsheet Illegaler Drogenkonsum in Österreich. Abgerufen am 18. 6. 2013 unter:<br />
<a href="http://bmg.gv.at/cms/home/attachments/1/8/7/CH1038/CMS1166785817949/factsheet__illegaler_drogenkonsum_in_oesterreich.pdf">http://bmg.gv.at/cms/home/attachments/1/8/7/CH1038/CMS1166785817949/factsheet__illegaler_drogenkonsum_in_oesterreich.pdf</a> </p>
<p><a name="ref5"></a><strong>[5] Statistik Austria</strong> Chronische Krankheiten und Gesundheitsprobleme 2006/07 Abgerufen am 18.6. 2013 unter <a href="http://www.statistik.at/web_de/static/chronische_krankheiten_und_gesundheitsprobleme_200607_032170.pdf">www.statistik.at/web_de/static/chronische_krankheiten_und_gesundheitsprobleme_200607_032170.pdf</a></p>
<p><a name="ref6"></a><strong>[6] Diabetesinformationsdienst München.</strong> Abgerufen am 18. 6. 2013 unter: <a href="http://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/erkrankungsformen/metabol-syndrom/grundlagen/insulinresistenz/index.html?fontSize=cfgnxprlpgc">http://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/erkrankungsformen/metabol-syndrom/grundlagen/insulinresistenz/index.html?fontSize=cfgnxprlpgc</a></p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/der-joint-als-diabetes-pravention/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schwungvoll in die Schmerzfreiheit?</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/schwungvoll-in-die-schmerzfreiheit</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/schwungvoll-in-die-schmerzfreiheit#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 11:57:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Kerschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Körper & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Klangschalen]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3587</guid>
		<description><![CDATA[Die Schwingungen von Klangschalen sollen Schmerzen lindern, schreibt die Ubahn-Zeitung Heute. Das lässt sich Tirol nicht entgehen und baut die größte Klangschale der Welt. Eine Leserin von Medizin-Transparent will wissen: Ist das eine Hilfe gegen Schmerzen oder eine reine Touristenattraktion? &#160; &#160; &#160; Zeitungsartikel: Entspannung für ganzen Körper: Größte Klangschale der Welt kommt aus Tirol. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3588" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/schwungvoll-in-die-schmerzfreiheit"><img src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/2013-06-13_Klangschalen_200x133.jpg" title="&copy;iStockphoto.com/kzenon" alt="Klangschalen-Therapie" width="200" height="133" class="size-full wp-image-3588" /></a><p class="wp-caption-text">Klangschalen-Therapie</p></div><br />
Die Schwingungen von Klangschalen sollen Schmerzen lindern, schreibt die Ubahn-Zeitung Heute. Das lässt sich Tirol nicht entgehen und baut die größte Klangschale der Welt. Eine Leserin von Medizin-Transparent will wissen: Ist das eine Hilfe gegen Schmerzen oder eine reine Touristenattraktion?<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<span id="more-3587"></span><br />
&nbsp;</p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2">Entspannung für ganzen Körper: Größte Klangschale der Welt kommt aus Tirol. (22. 5. 2013, Heute)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Kann eine Behandlung mit Klangschalen Schmerzen lindern?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Die Klangschalentherapie scheint zur Linderung von Schmerzen nicht wirksam zu sein.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img class="alignnone size-full wp-image-361" title="Information zur Bewertung..." src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/orange_button.png" alt="" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" alt="" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" alt="" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"><a href="../ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Wirksamkeit..." src="../wp-content/uploads/kreuz.png" alt="" width="32" height="32" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Niedrige </a>wissenschaftliche Beweislage</td>
<td><em>gegen die Wirksamkeit</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Eine typische Sitzung bei einem Klangschalentherapeuten: Sie liegen auf dem Bauch und bekommen zwei unterschiedlich große Metallschalen auf Ihren Körper gelegt. Eine auf den schmerzenden Rücken, und eine auf den Nacken. Mit einem Klöppel angeschlagen geben diese Schalen kraftvolle, obertonreiche Schwingungen an Ihren Körper ab. Die Klangfarbe variiert zwischen den verschiedenen Schalen stark. Sie spüren, wie sich eine weitere Schale auf Ihren Hinterkopf senkt. Kleinere Schalen zwitschern wie Vöglein im Hintergrund. Sie sind umgeben von summenden, singenden, schwebenden Klängen. Entspannt? Ja, vielleicht. Aber auch schmerzfrei?</p>
<h2>Große Artenvielfalt</h2>
<p>Das beschriebene Szenario ist nur eine Variante Klangschalen anzuwenden. Nicht immer liegen sie direkt am Körper auf; nicht immer sind sie aus Metall. Unter Kennern herrscht Uneinigkeit: Traditionell tibetanische Metallschalen versus moderne Quarzschalen aus der Zentrifuge. Quarzschalen geben hochreine Sinusschwingungen ab, die bei Schalen aus Metalllegierungen angeblich nicht erreicht werden können. [1]</p>
<p>Laut Befürwortern löst Klangschalentherapie seelische und körperliche Verspannungen. Funktionieren soll das durch das Eindringen der abgegebenen Schallwellen in den Körper, wo sie angeblich Wasser in Bewegung setzen und die körpereigenen Zellen massieren. „Die Klangmassage stabilisiert, verlängert und fördert die Vitalität der Zellen [1].“ Es gibt noch andere Erklärungsversuche, die alles eines gemeinsam haben: wissenschaftliche Belege zu diesen Theorien existieren nicht.</p>
<h2>Wirkung nur durch <span class="domtooltips">Placebo<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein Scheinmedikament, das keinen pharmakologischen Wirkstoff enthält. Da bereits die Erwartung beim Einnehmen eines Medikaments eine gewisse Verbesserung eines Krankheitsbildes bewirken kann (Placeboeffekt), sollte die Wirksamkeit eines neuen Medikaments immer mit der einer Placebo-Behandlung verglichen werden.</span></span> Effekt</h2>
<p>In einer <span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierten Studie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> nahmen 54 Personen mit chronischen Rückenschmerzen an einer Klangschalentherapie mit Quarzschalen teil. Eine Gruppe erhielt eine typische Klangbehandlung, während eine andere Gruppe nur scheinbar und eine Gruppe gar nicht therapiert wurde. Bei der Scheinbehandlung bekamen die Teilnehmer die Quarzschalen auf den Körper aufgelegt ohne sie anzuschlagen &#8211; die Schalen gaben keine Klänge ab. Während der Studiendauer sprach man deshalb auch nur von einer „Quarzschalentherapie“. Die Kontrollgruppe wusste also nicht, dass es um die therapeutische Wirkung der Klänge und nicht allein der Schalen ging.</p>
<p>Untersuchungsschwerpunkt war die Intensität der Rückenschmerzen und das allgemeine Befinden der Teilnehmer. Bei der Schmerzintensität gab es zwischen den Gruppen einen signifikanten Unterschied: Teilnehmer mit tatsächlicher und scheinbarer Klangschalenbehandlung verspürten eine Linderung der Schmerzen; Teilnehmer ohne Behandlung klagten über verstärkte Schmerzen. Gleiches ergab sich auch für das allgemeine Befinden der Teilnehmer. Eine tatsächliche Therapie durch Klangschalen, aber auch eine Simulation einer solchen Behandlung wirkten sich gleich positiv auf das Wohlbefinden aus. Die Teilnehmer fühlten sich sowohl nach der Behandlung wie auch nach der Scheinbehandlung deutlich entspannter, ruhiger und besser gestimmt. Eine Wirkung ist daher allein auf den <span class="domtooltips">Placebo<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein Scheinmedikament, das keinen pharmakologischen Wirkstoff enthält. Da bereits die Erwartung beim Einnehmen eines Medikaments eine gewisse Verbesserung eines Krankheitsbildes bewirken kann (Placeboeffekt), sollte die Wirksamkeit eines neuen Medikaments immer mit der einer Placebo-Behandlung verglichen werden.</span></span> Effekt zurückzuführen. </p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">K. Regnat, J. Wipplinger, C. Christof</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/schwungvoll-in-die-schmerzfreiheit&#038;t=Schwungvoll+in+die+Schmerzfreiheit%3F"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" alt="auf Facebook teilen" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Schwungvoll+in+die+Schmerzfreiheit%3F+http%3A%2F%2Fis.gd%2F4xlQz2"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" alt="auf Twitter teilen" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Akupunktur bei Schmerzen: mehr als Placeboeffekt?" href="http://www.medizin-transparent.at/akupunktur-bei-schmerzen-mehr-als-placeboeffekt">Akupunktur bei Schmerzen: mehr als Placeboeffekt?</a> (2. Oktober 2012)</li><li><a title="Schröpfen soll Schmerzen lindern" href="http://www.medizin-transparent.at/schropfen-soll-schmerzen-lindern">Schröpfen soll Schmerzen lindern</a> (27. September 2012)</li><li><a title="Rückenschmerzen besänftigen: Hoffnung Yoga" href="http://www.medizin-transparent.at/ruckenschmerzen-besanftigen-hoffnung-yoga">Rückenschmerzen besänftigen: Hoffnung Yoga</a> (8. November 2011)</li><li><a title="Akupunktur: den Kopfschmerz ausstechen" href="http://www.medizin-transparent.at/akupunktur-den-kopfschmerz-ausstechen">Akupunktur: den Kopfschmerz ausstechen</a> (3. Oktober 2011)</li><li><a title="Den Schmerz außer Acht lassen" href="http://www.medizin-transparent.at/den-schmerz-ausser-acht-lassen">Den Schmerz außer Acht lassen</a> (1. August 2011)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Wepner (2008)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> prospektiv randomisiert kontrollierte Studie<br />
<em>Studienteilnehmer:</em> 54<br />
<em>Studiendauer:</em> 6 Wochen<br />
<em>Fragestellung:</em> Effekt von harmonischen Schwingungen einer Quarzschalenbehandlung auf Schmerzempfinden, subjektives Wohlbefinden und chronobiologische Vorgänge bei Patienten mit chronischen unspezifischen Wirbelsäulenschmerzen.<br />
<em>Mögliche Interessenkonflikte:</em> keine Angabe</p>
<p>Wepner F. Hahne J. Teichmann A. Berka-Schmid G. Hördinger A. Quarzklangschalentherapie bei Wirbelsäulenbeschwerden und chronobiologische Vorgänge – eine <span class="domtooltips">randomisierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Randomisierung ist die zufällige Aufteilung von StudienteilnehmerInnen entweder zu einer Kontrollgruppe, welche ein Scheinmedikament bekommen, oder zu einer Versuchsgruppe, die das zu untersuchende Medikament erhalten. Randomisierung beugt der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> kontrollierte Studie. Friedrich M. Forsch Komplementmed 2008; 15:130–137 (<a href="http://www.karger.com/Article/Abstract/136571" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<h3>Weitere Quellen</h3>
<p>Paracelsus – Europäisches Ausbildungsinstitut für Heilpraktiker<br />
<a href="http://www.paracelsus.de/ausbildung/Klangtherapie/klangtherapie.asp">http://www.paracelsus.de/ausbildung/Klangtherapie/klangtherapie.asp</a>  (28.5.2013)</p>
<p>Ein Klang sein <a href="http://www.ein-klang-sein.at/le_klang.htm">http://www.ein-klang-sein.at/le_klang.htm</a></p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/schwungvoll-in-die-schmerzfreiheit/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Super Smoothie aus dem Mega Mixer</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/der-super-smoothie-aus-dem-mega-mixer</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/der-super-smoothie-aus-dem-mega-mixer#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2013 13:52:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg Wipplinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Herz-Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>
		<category><![CDATA[Brokkoli]]></category>
		<category><![CDATA[Clorophyll]]></category>
		<category><![CDATA[Gemüse]]></category>
		<category><![CDATA[Grünzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Kohl]]></category>
		<category><![CDATA[Kräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Obst]]></category>
		<category><![CDATA[Smoothie]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3573</guid>
		<description><![CDATA[Smoothies haben die Kühlregale erobert, der Mix von frischem Obst kommt bei den Konsumenten gut an. Massive gesundheitliche Vorteile verspricht ein Artikel im bioMagazin, wenn zum Obst noch Grünzeug in den Mixer geschmissen wird; „grüne Smoothies“ seien die perfekte Nahrung &#8211; wofür es jedoch keinerlei Belege gibt. Zeitungsartikel: Blattgrün als die perfekte NahrungbioMagazin, Mai 2013 [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3579" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/der-super-smoothie-aus-dem-mega-mixer"><img class="size-full wp-image-3579" title="iStock_Gordan Jankulov" alt="iStock_Gordan Jankulov" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/iStock_Gordan-Jankulov.jpg" width="200" height="132" /></a><p class="wp-caption-text">Was bringt Grün im Smoothie?</p></div>
<p>Smoothies haben die Kühlregale erobert, der Mix von frischem Obst kommt bei den Konsumenten gut an. Massive gesundheitliche Vorteile verspricht ein<a title="biomagazin.at" href="http://biomagazin.at/index.php?id=543 " target="_blank"> Artikel im bioMagazin</a>, wenn zum Obst noch Grünzeug in den Mixer geschmissen wird; „grüne Smoothies“ seien die perfekte Nahrung &#8211; wofür es jedoch keinerlei Belege gibt.</p>
<p><span id="more-3573"></span></p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a href="http://biomagazin.at/index.php?id=543 ">Blattgrün als die perfekte Nahrung</a>bioMagazin, Mai 2013</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Fördern „grüne Smoothies“ die Gesundheit?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Es gibt keine Studien zu &#8220;grünen Smoothies&#8221;, weder über Wirksamkeit noch über eventuelle Nebenwirkungen können evidenzbasierte Aussagen gemacht werden.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Unzureichende</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td><em><br />
</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die bekannten Smoothies aus dem Supermarkt bestehen in erster Linie aus Früchten und Obst. Bei den „grünen Smoothies“ machen diese Bestandteile nur die Hälfte der Inhaltsstoffe aus, zusätzlich mit in den Mixer kommen grüne Blätter – beispielsweise das Grünzeug von Karotten, Kohl, Brokkoli und Kräuter (und Wasser). Für die Zubereitung sind laut der Plattform<a title=" www.GrüneSmoothies.de" href="http:// www.GrüneSmoothies.de" target="_blank"> www.GrüneSmoothies.de</a> angeblich spezielle Hochleistungsmixer notwendig, da sie die Nahrung quasi „vorverdauen“ und die Zellwände der grünen Pflanzenteile aufbrechen; dadurch sollen die Nährstoffe dem Hersteller zufolge leichter aufgenommen werden.</p>
<p>Studien zu diesen „grünen Smoothies“ sind bislang keine zu finden, was die „Erfinderin“ Victoria Boutenko auch auf<a title="http://greensmoothiesblog.com" href="http://greensmoothiesblog.com" target="_blank"> ihrem Blog</a> selber anmerkt. Damit wäre das Thema aus Sicht der evidenzbasierten Berichterstattung bereits gegessen, etwas Zusatzinformation zum Artikel im bioMagazin sei uns gestattet:</p>
<h2>Zwischen Marketing, Chemie und Esoterik</h2>
<p>Der Artikel im Biomagazin bezieht sich ganz auf die schon oben angesprochene Homepage GrüneSmoothies.de . Dort findet sich eine Mischung an Beiträgen, die in plakativer Marketingsprache Wirkungsweisen und Erfahrungsberichte schildert. Konzepte aus der Esoterik finden sich ebenso wie Erklärungen zu gesunder Ernährung. Das Impressum verrät, dass „Grüne Smoothies“ eine geschützte Marke sind, es ist also nicht unwahrscheinlich, dass es hier eher um ein Verkaufs- als um ein Gesundheitskonzept geht. Verkauft werden Bücher, CDs, Seminare und nicht zuletzt Mixer.</p>
<h2>Vitamine und Chlorophyll</h2>
<p>Grüne Smoothies sollen durch ihren hohen Vitamingehalt und durch den grünen Pflanzenstoff Chlorophyll eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Es mag durchaus sein, dass diese Smoothies einen hohen Vitamingehalt haben, aber das garantiert noch keine gesundheitlichen Vorteile; die meisten Menschen nehmen bei uns genügend Vitamine und Mineralstoffe über die normale Nahrung zu sich.<br />
Chlorophyll wird eine krebshemmende Wirkung nachgesagt. Laut einer Übersichtsarbeit von 2012 zeigte sich das allerdings bisher nur in Tierstudien und Untersuchungen von Zellkulturen. Die einzige Studie an Menschen zu Chlorophyll fand keine Effekte <a href="#ref1">[1]</a>.</p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">J. Wipplinger, B. Kerschner, C. Christof</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/der-super-smoothie-aus-dem-mega-mixer&#038;t=Der+Super+Smoothie+aus+dem+Mega+Mixer"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" alt="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Der+Super+Smoothie+aus+dem+Mega+Mixer+http%3A%2F%2Fis.gd%2FlS9Gaq"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" alt="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" width="16" height="16" /></a><br />
&nbsp;</p>
<h3>Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Der böse Mikrowellenherd" href="http://www.medizin-transparent.at/der-bose-mikrowellenherd">Der böse Mikrowellenherd</a> (2. Mai 2013)</li><li><a title="Mythos Krebsschutz durch Pflanzenfarbstoff Beta-Carotin" href="http://www.medizin-transparent.at/mythos-krebsschutz-durch-pflanzenfarbstoff-beta-carotin">Mythos Krebsschutz durch Pflanzenfarbstoff Beta-Carotin</a> (19. August 2011)</li><li><a title="Vitamin E &#8211; Schutz oder Bedrohung?" href="http://www.medizin-transparent.at/vitamin-e-schutz-oder-bedrohung">Vitamin E &#8211; Schutz oder Bedrohung?</a> (27. Mai 2013)</li><li><a title="Allergieauslöser Vitamin D?" href="http://www.medizin-transparent.at/allergieausloser-vitamin-d">Allergieauslöser Vitamin D?</a> (5. April 2013)</li><li><a title="Ist Bio gesünder?" href="http://www.medizin-transparent.at/ist-bio-gesunder">Ist Bio gesünder?</a> (14. März 2013)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Miller, Snyder (2012)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Übersichtsarbeit<br />
<em>eingeschlossene Studien: </em> 96 prospektive <span class="domtooltips">Kohortenstudien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span> (<span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> waren laut Autoren keine zu finden)<br />
<em>Fragestellung:</em> Wie beeinflussen sekundäre Pflanzenstoffe das Krebsrisiko?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Miller PE, Snyder DC. Phytochemicals and cancer risk: a review of the<br />
epidemiological evidence. Nutr Clin Pract. 2012 Oct;27(5):599-612.<br />
(<a title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22878362">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>)</p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/der-super-smoothie-aus-dem-mega-mixer/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mesotherapie: Sticheleien gegen den Schmerz</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/mesotherapie-sticheleien-gegen-den-schmerz</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/mesotherapie-sticheleien-gegen-den-schmerz#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 10:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg Wipplinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelenke & Knochen]]></category>
		<category><![CDATA[Haut]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Injektion]]></category>
		<category><![CDATA[Mesotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[Spritze]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3557</guid>
		<description><![CDATA[Laut der Presse ist Mesotherapie „ein Brückenschlag zwischen Schulmedizin und alternativen Heilmethoden“ – tatsächlich ist es ein Sammelbegriff für eine bunte Mischung aus verschiedensten Therapien. Ob eine davon auch gegen Schmerzen hilft? Zeitungsartikel: Das geht unter die Haut 8.8.2012, Tiroler Tageszeitung) Chronische Schmerzen: Was hilft?16.3.2013, Die Presse) Frage: Hilft Mesotherapie gegen Schmerzen? Antwort: Mesotherapie ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3566" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/mesotherapie-sticheleien-gegen-den-schmerz"><img class="size-full wp-image-3566" title="istock/lunamarina" alt="istock/lunamarina" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/iStock_lunamarina.jpg" width="200" height="131" /></a><p class="wp-caption-text">Mesotherapie-&#8221;Pistole&#8221; im Einsatz</p></div>
<p>Laut <a title="Die Presse" href="http://diepresse.com/home/gesundheit/1376778/Chronische-Schmerzen_Was-hilft" target="_blank">der Presse</a> ist Mesotherapie „ein Brückenschlag zwischen Schulmedizin und alternativen Heilmethoden“ – tatsächlich ist es ein Sammelbegriff für eine bunte Mischung aus verschiedensten Therapien. Ob eine davon auch gegen Schmerzen hilft?</p>
<p><span id="more-3557"></span></p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a title="zum Artikel auf tt.at" href="http://www.tt.com/%C3%9Cberblick/5203891-42/das-geht-unter-die-haut.csp">Das geht unter die Haut</a> 8.8.2012, Tiroler Tageszeitung)<br />
<a title="zum Artikel auf diepresse.com" href="http://diepresse.com/home/gesundheit/1376778/Chronische-Schmerzen_Was-hilft">Chronische Schmerzen: Was hilft?</a>16.3.2013, Die Presse)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Hilft Mesotherapie gegen Schmerzen?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Mesotherapie ist ein Überbegriff für sehr unterschiedliche Behandlungen, die einzig die Art der Verabreichung gemeinsam haben, nämlich das Einspritzen vieler kleiner Dosen eines Mittels in eine bestimmte Hautschicht. Eine allgemeine Aussage über die Wirksamkeit ist daher nicht möglich. Einige Studien weisen darauf hin, dass es bei bestimmten Beschwerden eine sinnvolle Art der Verabreichung etablierter Medikamente sein kann.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img class="alignnone size-full wp-image-361" title="Information zur Bewertung..." alt="" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/orange_button.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"><a href="http://www.medizin-transparent.at/ueber/bewertungskriterien"><img class="size-full wp-image-320" title="Information zur Wirksamkeit..." alt="" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/accept1.png" width="32" height="32" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Niedrige</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td>für die <em> Wirksamkeit bestimmter Anwendungen</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Helfen Tabletten? Diese Frage macht erst Sinn, wenn klar ist, welche Tabletten gegen welche Beschwerden gemeint sind. Was bei dem Beispiel Tabletten sofort klar ist, wird bei der Berichterstattung über die in Österreich wenig bekannte Mesotherapie ignoriert. Hier steht die Art der Verabreichung im Vordergrund, weil sie das ist, was die Mesotherapie definiert. Die Wirksamkeit hängt aber davon ab, welches Mittel gegen welche Beschwerde verabreicht wird – wie bei Tabletten, Spritzen oder Infusionen eben auch.</p>
<h2>Kraut und Rüben</h2>
<p>Bei der Mesotherapie wird mit vielen kleinen Stichen in die Haut in unmittelbarer Nähe der betroffenen Region ein Mittel verabreicht – mit jedem einzelnen Stich wird eine kleine Dosis in eine bestimmte Hauttiefe eingebracht. Das kann von Hand passieren, mit einer Spritze mit sehr dünner Nadel, oder auch mit einer „Mesotherapie-Pistole“, bei der Einstichtiefe und Dosierung eingestellt werden können. Behandelt wird damit alles Mögliche, besonders kosmetische Eingriffe und Schmerztherapie stehen auf der Liste. Entsprechend breit ist auch das Spektrum der verwendeten Mittel – von lokalen Betäubungsmitteln, über Hormone, Enzyme, spezifische Medikamente bis zu homöopathischen Mitteln ist alles dabei <a href="#ref1">[1]</a><a href="#ref2">[2]</a><a href="ref3">[3]</a>.</p>
<h2>Viele Stiche, wenig Studien</h2>
<p>So umfangreich die Ansätze sind, so begrenzt ist die Studienlage, für fast alle Formen der Mesotherapie fehlt ein Nachweis für die Wirksamkeit, für die Behandlung von Schmerzen sind überhaupt nur wenige Studien zu finden. Dennoch gibt es vereinzelte Hinweise auf denkbare sinnvolle Anwendungen &#8211; für manche Mittel mit erwiesener Wirksamkeit könnte es eine sanftere Form sein, die Medikamente an den Wirkungsort zu bringen: Beispielsweise wenn es um die weit verbreiteten Rückenschmerzen geht. Eine Studie von 2010 <a href="#ref1">[1]</a> bescheinigt der Mesotherapie die gleiche Wirksamkeit wie der Standardtherapie – dem Einsatz von Corticosteroiden und anderen Schmerz- und Entzündungshemmern in Form von Tabletten und Spritzen. Bei der Mesotherapie kamen ähnliche Mittel zum Einsatz, sie werden aber nur im Bereich der Schmerzen in die Haut gespritzt. Damit könnten Nebenwirkungen vermieden werden, die häufig auftauchen, wenn Corticosteroide geschluckt werden müssen<a href="#refc"> [c]</a>. Zudem ist die insgesamt verabreichte Dosis bei der Mesotherapie geringer. An der Studie nahmen zwar nur 84 Personen teil, doch sollten große Studien diese Ergebnisse bestätigen, hätte die Mesotherapie ihre Vorteile.</p>
<p>Eine im Grunde methodisch sehr saubere <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> zeigt eine erfolgreiche Behandlung von schmerzhaften Sehnenentzündungen in der Schulter, bei der das Medikament (Dinatrium-EDTA) mittels Mesotherapie und Ultraschall verabreicht wurde<a href="#ref2"> [2]</a>. Einziger Schwachpunkt: Die Mesotherapie ist nicht genau beschrieben, Muster und Einstichtiefe werden nicht angegeben. Daher sind Verallgemeinerungen aus diesem Ergebnis kaum möglich.</p>
<h2>Nebenwirkungen und Geschichte</h2>
<p>Im Gegensatz zur Wirkung sind Nebenwirkungen zumindest in Einzelfällen nachgewiesen. So sind Fälle von bakteriellen Infektionen und Geschwüre nach kosmetischen Behandlungen mit Mesotherapie beschrieben<a href="#ref4"> [4]</a><a href="#ref5"> [5]</a>, ähnlich wie es sie bei anderen Behandlungen mit Spritzen auch gibt. Über die genaue Häufigkeit und den Schweregrad von Nebenwirkungen ist noch wenig bekannt.<br />
Entwickelt wurde die Mesotherapie vom französischen Arzt Michel Pistor, sein Credo sei angeblich gewesen “Wenig – selten – am richtigen Ort” <a href="#refa">[a]</a>. Der Name kommt daher, dass die Mittel zumeist in eine mittlere (meso) Hautschicht gespritzt werden, wo sie schnell und direkt ihre Wirkung entfalten sollen, beispielsweise auch das Auflösen von ungewünschten Fettpolstern &#8211; was chemisch und physiologisch jedoch nur begrenzt plausibel ist<a href="#refb"> [b]</a>.</p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">J. Wipplinger, B. Kerschner, C. Christof</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/mesotherapie-sticheleien-gegen-den-schmerz&#038;t=Mesotherapie%3A+Sticheleien+gegen+den+Schmerz"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" alt="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Mesotherapie%3A+Sticheleien+gegen+den+Schmerz+http%3A%2F%2Fis.gd%2Ft3RerA"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" alt="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Schwungvoll in die Schmerzfreiheit?" href="http://www.medizin-transparent.at/schwungvoll-in-die-schmerzfreiheit">Schwungvoll in die Schmerzfreiheit?</a> (13. Juni 2013)</li><li><a title="Das nächste Kapitel in der Geschichte des BHs?" href="http://www.medizin-transparent.at/das-nachste-kapitel-in-der-geschichte-des-bhs">Das nächste Kapitel in der Geschichte des BHs?</a> (15. Mai 2013)</li><li><a title="Sex statt Kopfwehtablette" href="http://www.medizin-transparent.at/sex-statt-kopfwehtablette">Sex statt Kopfwehtablette</a> (2. April 2013)</li><li><a title="Mit Muskelkraft gegen Rückenschmerzen" href="http://www.medizin-transparent.at/mit-muskelkraft-gegen-rueckenschmerzen">Mit Muskelkraft gegen Rückenschmerzen</a> (19. März 2013)</li><li><a title="Akupunktur bei Schmerzen: mehr als Placeboeffekt?" href="http://www.medizin-transparent.at/akupunktur-bei-schmerzen-mehr-als-placeboeffekt">Akupunktur bei Schmerzen: mehr als Placeboeffekt?</a> (2. Oktober 2012)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Costantino u.a. (2011)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Teilnehmer:</em> 84 Patienten mit Schmerzen im unteren Rücken<br />
<em>Fragestellung:</em> Vergleich von Mesotherapie mit systematischer Therapie<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben.</p>
<p>Costantino C, Marangio E, Coruzzi G. Mesotherapy versus Systemic Therapy in<br />
the Treatment of Acute Low Back Pain: A Randomized Trial. Evid Based Complement<br />
Alternat Med. 2011;2011.<br />
(<a title="zur Studie im Volltext" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2952299/pdf/ECAM2011-317183.pdf">Volltext der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2] Caccio u.a. (2009)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Teilnehmer:</em> 80 Patienten mit verkalkten, entzündeten Schultersehnen<br />
<em>Fragestellung:</em> Wirkt dinatrium EDTA gegen verkalkte Sehnen, wenn es mittels Mesotherapie und Ultraschall in das Gewebe eingebracht wird?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben.</p>
<p>Cacchio A, De Blasis E, Desiati P, Spacca G, Santilli V, De Paulis F.<br />
Effectiveness of treatment of calcific tendinitis of the shoulder by disodium<br />
EDTA. Arthritis Rheum. 2009 Jan 15;61(1):84-91.<br />
(<a title="zur Zusammenfassund der Studie" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19116968">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref3"></a><strong>[3] Kashani u.a. (2010)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Teilnehmer:</em> 85 Patienten mit kutaner Leishmaniose<br />
<em>Fragestellung:</em> Ist die Verabreichung von wirksamen Medikamenten mittels Mesotherapie gleich erfolgreich wie die gängige Verabreichung mit normalen Spritzen?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben.</p>
<p>Kashani MN, Sadr B, Nilforoushzadeh MA, Arasteh M, Babakoohi S, Firooz A.<br />
Treatment of acute cutaneous leishmaniasis with intralesional injection of<br />
meglumine antimoniate: comparison of conventional technique with mesotherapy gun.<br />
Int J Dermatol. 2010 Sep;49(9):1034-7.<br />
(<a title="zur Zusammenfassund der Studie" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20883265">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref4"></a><strong>[4] Castillo u.a. (2009)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Fallstudie<br />
<em>Teilnehmer:</em> 10 Patienten mit Verdacht auf Infektion nach einer Mesotherapie</p>
<p>Del-Castillo M, Palmero D, Lopez B, Paul R, Ritacco V, Bonvehi P, Clara L,<br />
Ambroggi M, Barrera L, Vay C. Mesotherapy-associated outbreak caused by<br />
Mycobacterium immunogenum. Emerg Infect Dis. 2009 Feb;15(2):357-9.<br />
(<a title="zum Volltext der Studie" href="http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/15/2/08-1125_article.htm">Volltext der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref5"></a><strong>[5] Al-Khenaizan u.a. (2008)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Fallstudie<br />
<em>Teilnehmer:</em>Eine Frau mit einem Hautgeschwulst nach einer Mesotherapie</p>
<p>Al-Khenaizan S. Facial cutaneous ulcers following mesotherapy. Dermatol Surg.<br />
2008 Jun;34(6):832-4; discussion 834-5.<br />
(<a title="zur Zusammenfassung der Studie" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18384372">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<h3>Weitere Quellen</h3>
<p><a name="refa"></a><strong>[a] <a title="mesotherapie.at" href="http://www.mesotherapie.at" target="_blank">Österreichische Gesellschaft für Mesotherapie</a></strong></p>
<p><a name="refb"></a><strong>[b] Brown (2006)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Zusammenfassung eines Experten<br />
<em>Fragestellung:</em>Wirksamkeit und chemische Plausibilität der Mesotherapie<br />
<em>Mögliche Interessenkonflikte:</em> keine angegeben<br />
Brown SA. The science of mesotherapy: chemical anarchy. Aesthet Surg J. 2006<br />
Jan-Feb;26(1):95-8.<br />
(<a title="zur Zusammenfassung der Studie" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19338891">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="refc"></a><strong>[c]  <a title="UpToDate" href="http://www.uptodate.com/contents/major-side-effects-of-systemic-glucocorticoids?source=search_result&amp;search=corticosteroid+side+effects&amp;selectedTitle=1~150" target="_blank">UptoDate über die Nebenwirkungen von Glucocorticoiden</a> (abgerufen am 29.5.2013)</strong></p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/mesotherapie-sticheleien-gegen-den-schmerz/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was hält dicke Kinder gesund?</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/was-halt-dicke-kinder-gesund</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/was-halt-dicke-kinder-gesund#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Jun 2013 11:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg Wipplinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Herz-Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>
		<category><![CDATA[Abnehmen]]></category>
		<category><![CDATA[dick]]></category>
		<category><![CDATA[fett]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3542</guid>
		<description><![CDATA[Immer mehr Heranwachsende tragen viel Gewicht mit sich herum. Für die am stärksten Betroffenen liegen Abnehmen, Sport und Erziehung zu gesünderer Ernährung nahe. Doch die Studienlage ist ernüchternd: Kurze Programme wie Sommercamps helfen nur wenigen. Zeitungsartikel: Schon kurzes Training reduziert das Herzrisiko (5.4.2013, krone.at) und Adipöse Kinder: Schon kurzzeitiges Training reduziert Herzrisiko (5.4.2013, derstandard.at) Frage: [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3550" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/was-halt-dicke-kinder-gesund"><img class="size-full wp-image-3550 " title="Bild: Paradies: Hoffnung-Film von Ulrich Seidl" alt="Bild: Paradies: Hoffnung-Film von Ulrich Seidl" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/Seidl_Paradies_Hoffnung.jpg" width="200" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Bild aus &#8220;Paradies: Hoffnung&#8221;</p></div>
<p>Immer mehr Heranwachsende tragen viel Gewicht mit sich herum. Für die am stärksten Betroffenen liegen Abnehmen, Sport und Erziehung zu gesünderer Ernährung nahe. Doch die Studienlage ist ernüchternd: Kurze Programme wie Sommercamps helfen nur wenigen.</p>
<p><span id="more-3542"></span></p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a href="http://www.krone.at/Wissen/Schon_kurzes_Training_reduziert_das_Herzrisiko-Bei_dicken_Kindern-Story-357126 ">Schon kurzes Training reduziert das Herzrisiko</a> (5.4.2013, krone.at) und <a href="http://derstandard.at/1363707012092/Adipoese-Kinder-Schon-kurzzeitiges-Training-reduziert-Herzrisiko">Adipöse Kinder: Schon kurzzeitiges Training reduziert Herzrisiko </a> (5.4.2013, derstandard.at)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Senkt eine mehrwöchige Diät mit Sportprogramm bei stark übergewichtigen Schulkindern nachhaltig das Risiko einer Herzerkrankung?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Ein kurzzeitiges Ernährungs- und Sportprogramm wirkt in der Regel auch nur kurze Zeit, für längerfristige Wirkung fehlen Nachweise.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Unzureichende</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td><em><br />
</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Ein Leipziger Projekt mit übergewichtigen Schulkindern wurde am gleichen Tag von den Onlineredaktionen der <a title="krone.at" href="http://www.krone.at/Wissen/Schon_kurzes_Training_reduziert_das_Herzrisiko-Bei_dicken_Kindern-Story-357126" target="_blank">Kronen-Zeitung</a>, <a title="derStandard.at" href="http://derstandard.at/1363707012092/Adipoese-Kinder-Schon-kurzzeitiges-Training-reduziert-Herzrisiko" target="_blank">des Standard</a> und der <a title="Wiener Zeitung" href="http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wissen/mensch/537035_Schon-kurzzeitiges-Training-reduziert-Herzrisiko-bei-dicken-Kindern.html" target="_blank">Wiener Zeitung </a>aufgegriffen. Die Teilnehmer waren durchschnittlich zwölf Jahre alt und hatten einen gemittelten Body-Mass-Index von 30. Das entspricht bei Erwachsenen dem Grenzwert zwischen Übergewicht und Adipositas, also krankhaftem Übergewicht. Die Studie wurde bei einer Kardiologentagung in Mannheim vorgestellt . Ihre Ergebnisse tönen vielversprechend: Die Buben und Mädchen nahmen gemittelt fast fünf Kilo ab und hatten hinterher erheblich reduzierte Risikowerte für Insulinresistenz, Cholesterin und Proteine, die mit Herzerkrankungen in Verbindung gebracht werden.</p>
<p>Drei österreichische Onlineredaktionen griffen einen <a title="Dt. Gesellschaft für Kardiologie" href="http://dgk.org/pressemitteilungen/2013-jahrestagung/2013-ft-aktuelle-pm/2013-ft-pm/2013-ft-pressemitteilungen-tag3/dicke-kinder-schon-kurzzeitiges-training-reduziert-herzrisiko/" target="_blank">Pressetext </a>der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie über die bisher nur als <a title="Abstract" href="http://www.abstractserver.de/dgk2013/ft/abstracts/V848.htm" target="_blank">Tagungsabstract </a>veröffentlichte Studie auf. Dass eine bisher gerade mal auf einer Konferenz präsentierte Kurzzeit-Intervention ohne Vergleichsgruppe relativ breit in allgemeinen Medien berichtet wird, ist bemerkenswert. Schließlich gibt es viele aussagekräftigere Veröffentlichungen zur Behandlung von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen und zu den Herzrisiken, die mit Übergewicht bei Heranwachsenden verbunden sind. Ihr Tenor ist deutlich nüchterner als der Vortrag aus Leipzig.</p>
<h2>Kurze Programme zeigen auch nur kurz Wirkung</h2>
<p>Viele Studien zur Behandlung von Übergewicht bei Kindern zeigen Schwächen, heißt es in einer systematischen Übersichtssarbeit <a href="#ref1">[1]</a>. Oft werden verdächtig wenige Teilnehmer eingeschlossen. Oder die Studien laufen nur wenige Monate. Oder es gibt keine Daten ein oder zwei Jahre nach einer Behandlung. Wenn es sie aber gibt, zeigt sich, dass langfristige Effekte gering sind oder ganz fehlen. Inwieweit ärztlich betreute und mit Sport verbundene Abnehmprogramme der typischen Nebenwirkung von Diäten, nämlich ungesunden Gewichtsschwankungen („Jojo-Effekt“) unterworfen sind, lässt sich aus der Studienlage nicht ermessen. Wirksamkeit zeigt sich am ehesten in Behandlungen, die eine Umstellung der Ernährung mit einer Verhaltenstherapie und Bewegung verbinden. Vor der Pubertät scheint die Einbeziehung der Eltern ein Erfolgsfaktor.</p>
<p>Eine Auswertung von Studien zur Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen <a href="#ref2">[2]</a> kommt zu ähnlichen Schlüssen. Kurzfristig lassen sich Wirkungen zeigen. Ernährung und Bewegung entfalten sich dabei in Kombination miteinander. Den allermeisten Programmen und ihren Begleitstudien mangelt es allerdings an langfristiger Ausrichtung. Wo ein Jahr nach einem Präventionsprogramm oder später geschaut wurde, zeigte sich, dass keine oder nahezu keine Wirkung blieb.</p>
<h2>Langfristiges Herzrisiko unbekannt</h2>
<p>Auf die bei übergewichtigen Kindern deutlich erhöhten Risikowerte für Herzerkrankungen machte schon eine voriges Jahr veröffentlichte Übersichtsarbeit<a href="#ref3"> [3]</a> aufmerksam. Es bedürfe aber noch einiger Forschung, um herauszufinden, welche Werte bei Kindern als normal anzusehen sind und wie viel Aufschluss die jeweiligen Werte über ein mögliches Risiko geben. Die Autoren wiesen auch darauf hin, dass die erhöhten Risikowerte nur etwas über das aktuelle Herzrisiko der Kinder aussagen, jedoch sind die langfristigen Folgen als Erwachsene schwieriger zu fassen: Es finden sich jedoch Hinweise, dass übergewichtige Kinder früher Diabetes entwickeln und Schäden im Herz-Kreislauf-System entstehen. Außerdem wird schon in der Kindheit das Risikoverhalten in Richtung Herz-Kreislauf-Erkrankungen geprägt<a href="#ref3"> [3]</a>.</p>
<p>Eine Auswertung langjähriger <span class="domtooltips">Kohortenstudien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span><a href="#ref4"> [4]</a> kam zu dem Schluss, dass Übergewicht im Kindesalter kein unabhängiger Erklärungsfaktor für Herzerkrankungen als Erwachsene sei. Wer schon als Kind übergewichtig war, zeigte also kein höheres Risiko als Menschen, die erst später übergewichtig wurden.</p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">S. Löffler, B. Kerschner, J. Wipplinger, C. Christof</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/was-halt-dicke-kinder-gesund&#038;t=Was+h%C3%A4lt+dicke+Kinder+gesund%3F"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" alt="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Was+h%C3%A4lt+dicke+Kinder+gesund%3F+http%3A%2F%2Fis.gd%2FvZ2KdM"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" alt="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Muskeln aus der Steckdose: Ja, aber&#8230;" href="http://www.medizin-transparent.at/muskeln-aus-der-steckdose-ja-aber">Muskeln aus der Steckdose: Ja, aber&#8230;</a> (10. Mai 2012)</li><li><a title="Vibrationstraining: die Fakten hinter dem Hype" href="http://www.medizin-transparent.at/vibrationstraining-die-fakten-hinter-dem-hype">Vibrationstraining: die Fakten hinter dem Hype</a> (12. Oktober 2011)</li><li><a title="Sonnenbad: Gesund statt krebsfördernd?" href="http://www.medizin-transparent.at/sonnenbad-gesund-statt-krebsfordernd">Sonnenbad: Gesund statt krebsfördernd?</a> (31. Mai 2013)</li><li><a title="Mediterrane Kost für ein gesundes Herz?" href="http://www.medizin-transparent.at/mediterrane-kost-fur-ein-gesundes-herz">Mediterrane Kost für ein gesundes Herz?</a> (30. April 2013)</li><li><a title="Wie ungesund ist rotes Fleisch für das Herz?" href="http://www.medizin-transparent.at/wie-ungesund-ist-rotes-fleisch-fur-das-herz">Wie ungesund ist rotes Fleisch für das Herz?</a> (26. April 2013)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Luttikhuis u.a. (2010)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><br />
<em>eingeschlossene Studien: </em> 64 <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Fragestellung:</em> Wie wirksam sind Verhaltens- und medikamentöse Therapien von Übergewicht bei Kindern?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Oude Luttikhuis H, Baur L, Jansen H, Shrewsbury VA, O’Malley C, Stolk RP, Summerbell CD. Interventions for treating obesity in children. The <span class="domtooltips">Cochrane Library<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">eine Online-Datenbank, über die alle systematischen Übersichtsarbeiten der <span class="domtooltips">Cochrane Collaboration<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein weltweites Netzwerk von WissenschaftlerInnen und ÄrztInnen, das systematische Übersichtsarbeiten (Reviews) zur Wirkung medizinischer Behandlungen veröffentlicht. Die Mitglieder durchforsten Fachzeitschriften und andere Quellen nach Studien im jeweiligen Interessengebiet. Medizin-Transparent arbeitet eng mit der Österreichischen Cochrane-Zweigstelle (www.cochrane.at) zusammen.</span></span> zugänglich sind. Die enthaltenen Übersichtsarbeiten sind Auswertungen der vorhandenen wissenschaftlichen Fachliteratur zu bestimmten medizinischen Fragestellungen und ermöglichen eine objektive Beurteilung der Wirksamkeit einer medizinischen Behandlung.</span></span> 2010, Issue 1 (<a title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19160202 ">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>)</p>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2]Waters u.a. (2011)</strong><br />
<em>Studientyp:</em><span class="domtooltips"><span class="domtooltips">systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><br />
<em>eingeschlossene Studien:</em> 55 kontrollierte und <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Fragestellung:</em> Wie wirksam sind Programme zur Prävention von Übergewicht bei Kindern?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Waters E, de Silva-Sanigorski A, Hall BJ, Brown T, Campbell KJ, Gao Y, Armstrong R, Prosser L, Summerbell CD. Interventions for preventing obesity in children. The <span class="domtooltips">Cochrane Library<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">eine Online-Datenbank, über die alle systematischen Übersichtsarbeiten der <span class="domtooltips">Cochrane Collaboration<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein weltweites Netzwerk von WissenschaftlerInnen und ÄrztInnen, das systematische Übersichtsarbeiten (Reviews) zur Wirkung medizinischer Behandlungen veröffentlicht. Die Mitglieder durchforsten Fachzeitschriften und andere Quellen nach Studien im jeweiligen Interessengebiet. Medizin-Transparent arbeitet eng mit der Österreichischen Cochrane-Zweigstelle (www.cochrane.at) zusammen.</span></span> zugänglich sind. Die enthaltenen Übersichtsarbeiten sind Auswertungen der vorhandenen wissenschaftlichen Fachliteratur zu bestimmten medizinischen Fragestellungen und ermöglichen eine objektive Beurteilung der Wirksamkeit einer medizinischen Behandlung.</span></span> 2011, Issue 12 (<a title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit" href="http://summaries.cochrane.org/CD001871/interventions-for-preventing-obesity-in-children">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>)</p>
<p><a name="ref3"></a><strong>[3] Friedemann u.a. (2012)</strong><br />
<em>Studientyp:</em><span class="domtooltips"><span class="domtooltips">systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><br />
<em>eingeschlossene Studien:</em> 63, davon 19 <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Fragestellung:</em> Wie groß ist bei Schulkindern in hochentwickelten Ländern der Zusammenhang zwischen Body-Mass-Index, Geschlecht und Risikoparametern für Herzerkrankungen?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Friedemann C, Heneghan C, Mahtani K, Thompson M, Perera R, Ward AM.<br />
Cardiovascular disease risk in healthy children and its association with body mass index: systematic review and meta-analysis. BMJ 2012 Sep 25; 345:e4759<br />
(<a title="zur Volltext der Übersichtsarbeit" href="http://www.bmj.com/content/345/bmj.e4759?view=long&amp;pmid=23015032">Volltext der Übersichtsarbeit</a>)</p>
<p><a name="ref4"></a><strong>[4] Lloyd u.a. (2010)</strong><br />
<em>Studientyp:</em><span class="domtooltips"><span class="domtooltips">systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><br />
<em>eingeschlossene Studien:</em> 16 <span class="domtooltips">Kohortenstudien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span><br />
<em>Fragestellung:</em> Welche Folgen hat Übergewicht in der Kindheit auf das Herzrisiko im Erwachsenenalter?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Lloyd LJ, Langley-Evans SC and McMullen S. Childhood obesity and adult cardiovascular disease risk: a systematic review International Journal of Obesity (2010) 34, 18–28<br />
(<a title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19434067">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>)</p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/was-halt-dicke-kinder-gesund/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sonnenbad: Gesund statt krebsfördernd?</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/sonnenbad-gesund-statt-krebsfordernd</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/sonnenbad-gesund-statt-krebsfordernd#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 May 2013 06:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Kerschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herz-Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Hautkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[UV-Strahlung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3528</guid>
		<description><![CDATA[Die Vorteile übertreffen das Risiko für Krebs, denn Sonnenlicht senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so Kurier.at. Eine kühne Behauptung, die wissenschaftlich nicht belegt ist. &#160; &#160; &#160; &#160; Zeitungsartikel: Sonnenlicht: „Vorteile übertreffen das Risiko für Krebs“n (8.5.2013, Kurier.at) Frage: Senkt UV-Licht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Antwort: Dass UVB-Licht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken könnte, ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3530" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/sonnenbad-gesund-statt-krebsfordernd"><img src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/2013_05_31_UV+CVD_200x133.jpg" title="&copy;iStockphoto.com/mangostock" alt="Wieviel Sonne ist gesund?" width="200" height="133" class="size-full wp-image-3530" /></a><p class="wp-caption-text">Wieviel Sonne ist gesund?</p></div>
<p>Die Vorteile übertreffen das Risiko für Krebs, denn Sonnenlicht senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so <a href="http://kurier.at/lebensart/gesundheit/sonnenlicht-vorteile-uebertreffen-das-risiko-fuer-krebs/11.799.341">Kurier.at</a>. Eine kühne Behauptung, die wissenschaftlich nicht belegt ist.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<span id="more-3528"></span><br />
&nbsp;</p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a href="http://kurier.at/lebensart/gesundheit/sonnenlicht-vorteile-uebertreffen-das-risiko-fuer-krebs/11.799.341">Sonnenlicht: „Vorteile übertreffen das Risiko für Krebs“n </a> (8.5.2013, Kurier.at)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Senkt UV-Licht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Dass UVB-Licht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken könnte, ist theoretisch denkbar. Bisher veröffentlichte Studien können diese Vermutung allerdings nicht ausreichend bestätigen.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Unzureichende</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td><em><br />
</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Einer neuen Studie der Universität Edinburgh zufolge <a href="#ref1">[1]</a> könne Sonnenlicht den Blutdruck und damit das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle senken und das Leben verlängern. Der gesundheitliche Nutzen von direkter Sonnenbestrahlung soll demnach größer sein als  die zusätzliche Hautkrebsgefahr und diese möglicherweise deutlich übersteigen. </p>
<p>Doch wer weiterliest, erkennt ernüchtert: Erstens saßen die Teilnehmer der schottischen Studie unter Bräunungslampen und nicht unter direktem Sonnenlicht. Und zweitens konnten die Forscher in dem knapp einstündigen Experiment das Auftreten von Hautkrebs, Schlaganfällen, Herzinfarkten oder frühzeitigen Toden nur schwerlich untersuchen. Was ist also dran an der Geschichte?</p>
<h2>Senkt UV-Licht den Blutdruck?</h2>
<p>Konkret untersuchten die schottischen Wissenschaftler die Wirkung von UVA-Licht – dem energiearmen Anteil der ultravioletten (UV) Strahlung des natürlichen Sonnenlichts. Das Ergebnis: 20 Minuten unter künstlichem UVA-Licht können den Blutdruck möglicherweise kurzfristig etwas senken. Die Forscher zeigten, dass wahrscheinlich durch UV-Licht in der Haut gebildetes Stickoxid (NO) für diese Blutdrucksenkung verantwortlich war. </p>
<p>Detailliert nachvollziehen lässt sich die Untersuchung allerdings nicht, da die Forscher nur eine Kurzzusammenfassung ihrer Ergebnisse veröffentlicht haben <a href="#ref1">[1]</a>. Ob regelmäßige UVA-Bestrahlung den Blutdruck auch langfristig senken kann, lässt sich daraus nicht vorhersagen, dazu wären längerfristige Studien nötig. Bluthochdruck ist zwar ein wichtiger Risikofaktor für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, über das Herzrisiko sagen die Ergebnisse des Kurzzeit-Experiments aber nichts aus. </p>
<p>Natürliches Sonnenlicht hat neben UVA auch einen energiereicheren und damit aggressiveren UVB-Anteil. Dieser ist dafür verantwortlich, dass unsere Haut das lebenswichtige Vitamin D produzieren kann. Ein Zuviel an UVB-Strahlung kann aber das Hautkrebsrisiko erhöhen <a href="#ref6">[6]</a>.</p>
<h2>Sonne und Herz-Kreislauf-Erkrankungen</h2>
<p>Unabhängig von der ungeklärten Frage, ob UV-Licht den Bluthochdruck senken kann – wie sieht es mit der Auswirkung auf das Herzrisiko aus?</p>
<p>Zumindest in einem haben die schottischen Forscher Recht: Vitamin D, das die Haut durch Sonnenbestrahlung bildet, scheint an einer möglichen Blutdrucksenkung nicht beteiligt zu sein. Studien zur regelmäßigen Einnahme von Vitamin D – Präparaten bestätigen das <a href="#ref7">[7]</a>. </p>
<p>Tatsächlich deutet eine <span class="domtooltips">Kohortenstudie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span> <a href="#ref4">[4]</a> an 38 472 schwedischen Frauen darauf hin, dass Sonnenbäder die Sterblichkeit sowohl insgesamt als auch speziell durch Herzinfarkt, Schlaganfall und Co verringern kann. Dies gilt allerdings nur bei natürlichem Sonnenlicht, nicht aber für Solarien. Die Ergebnisse sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Sie basieren auf einer Befragung der Teilnehmerinnen zu den Sonnengewohnheiten in ihrem bisherigen Leben. Dabei ist es wahrscheinlich, dass Erinnerungslücken das Studienergebnis verzerrt haben. </p>
<p>Eine US-amerikanische <span class="domtooltips">Kohortenstudie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span> kommt zu ähnlichen Schlussfolgerungen <a href="#ref5">[5]</a>. Die Autoren untersuchten den Zusammenhang von Sonneneinstrahlung und der Häufigkeit von Schlaganfällen. Dabei fanden sie heraus, dass in Gebieten mit vermehrter Sonneneinstrahlung weniger Menschen Schlaganfälle erlitten. Wie viel Zeit die untersuchten Personen allerdings tatsächlich in der Sonne verbracht hatten, wussten die Forscher nicht. Daher ist auch die Aussage dieser Studie nur bedingt vertrauenswürdig.</p>
<h2>Herz-Kreislauferkrankungen vs. Krebs</h2>
<p>Insgesamt ist die Beweislage für eine Senkung des Herzrisikos durch Sonnenbäder jedenfalls noch unzureichend – nur umfangreichere und präzisere Studien können darauf eine Antwort geben. Sicher ist, dass UV-Strahlung Hautkrebs verursachen kann. Dies ist speziell bei regelmäßiger Solarienbenutzung der Fall. Wer sich regelmäßig seit jungen Jahren im Solarium bräunen lässt, verdoppelt seine Wahrscheinlichkeit, Hautkrebs zu bekommen <a href="#ref6">[6]</a>.</p>
<p>Bei natürlicher Sonnenbestrahlung ist die Beweislage weniger klar – das Risiko ist dennoch da. So zeigt sich, dass die regelmäßige Verwendung von Sonnencremes das Risiko für Hautkrebs klar verringern kann <a href="#ref6">[6]</a>.</p>
<p>Sonnenlicht hat auch ganz klar positive Eigenschaften – der Körper benötigt es in Maßen, um Vitamin D produzieren zu können. Doch die Dosis macht das Gift, sagte schon Paracelsus – zu viel Braten in der Sonne ist gefährlich.</p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">B. Kerschner, M. Strobelberger, K. Thaler</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/sonnenbad-gesund-statt-krebsfordernd&#038;t=Sonnenbad%3A+Gesund+statt+krebsf%C3%B6rdernd%3F"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" alt="auf Facebook teilen" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Sonnenbad%3A+Gesund+statt+krebsf%C3%B6rdernd%3F+http%3A%2F%2Fis.gd%2F0ootHp"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" alt="auf Twitter teilen" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Allergieauslöser Vitamin D?" href="http://www.medizin-transparent.at/allergieausloser-vitamin-d">Allergieauslöser Vitamin D?</a> (5. April 2013)</li><li><a title="Risiko durch Cholesterin-senkende Margarine?" href="http://www.medizin-transparent.at/risiko-durch-cholesterin-senkende-margarine">Risiko durch Cholesterin-senkende Margarine?</a> (3. Mai 2012)</li><li><a title="Was hält dicke Kinder gesund?" href="http://www.medizin-transparent.at/was-halt-dicke-kinder-gesund">Was hält dicke Kinder gesund?</a> (4. Juni 2013)</li><li><a title="Das Paradox der Brustentfernung" href="http://www.medizin-transparent.at/das-paradox-der-brustentfernung">Das Paradox der Brustentfernung</a> (21. Mai 2013)</li><li><a title="Mediterrane Kost für ein gesundes Herz?" href="http://www.medizin-transparent.at/mediterrane-kost-fur-ein-gesundes-herz">Mediterrane Kost für ein gesundes Herz?</a> (30. April 2013)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Liu u.a. (2013)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> nicht-<span class="domtooltips">randomisierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Randomisierung ist die zufällige Aufteilung von StudienteilnehmerInnen entweder zu einer Kontrollgruppe, welche ein Scheinmedikament bekommen, oder zu einer Versuchsgruppe, die das zu untersuchende Medikament erhalten. Randomisierung beugt der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span>, kontrollierte Studie (Zusammenfassung eines Konferenzvortrags)<br />
<em>Teilnehmer:</em> 24 gesunde Personen<br />
<em>Studiendauer:</em> 50 Minuten<br />
<em>Fragestellung:</em> Bewirkt UVA-Bestrahlung eine kurzfristige Senkung des Blutdrucks?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>D Liu,BO Fernandez, NN Lang, JM Gallagher, DE Newby, M Feelisch and RB Weller. UVA lowers blood pressure and vasodilates the systemic arterial vasculature by mobilisation of cutaneous nitric oxide stores. Journal of Investigative Dermatology (2013) 133, S209–S221. Conference Abstract. (<a href="http://www.nature.com/jid/journal/v133/n1s/full/jid2013104a.html" title="zur Zusammenfassung des Konferenzvortrags">Zusammenfassung des Konferenzvortrags</a>)</p>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2]Scragg u.a. (2011)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Teilnehmer:</em> 123 Personen mit niedrigem Vitamin D &#8211; Spiegel<br />
<em>Studiendauer:</em> 12 Wochen<br />
<em>Fragestellung:</em> Kann UVB-Strahlung im Vergleich zu UVA-Strahlung den Blutdruck senken?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Scragg R, Wishart J, Stewart A, Ofanoa M, Kerse N, Dyall L, Lawes CM. No effect of ultraviolet radiation on blood pressure and other cardiovascular risk factors. J Hypertens. 2011 Sep;29(9):1749-56. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21720260" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>) </p>
<p><a name="ref3"></a><strong>[3] Krause u.a. (1998)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Teilnehmer:</em> 18 Personen mit erhöhtem Blutdruck<br />
<em>Studiendauer:</em> 6 Wochen<br />
<em>Fragestellung:</em> Kann UVB-Strahlung im Vergleich zu UVA-Strahlung den Blutdruck senken?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> Finanzierung u.a. durch „Förderverein Sonnenforschung e.V.“</p>
<p>Krause R, Bühring M, Hopfenmüller W, Holick MF, Sharma AM. Ultraviolet B and blood pressure. Lancet. 1998 Aug 29;352(9129):709-10. (<a href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0140673605608276" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>) </p>
<p><a name="ref4"></a><strong>[4] Yang u.a. (2011)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips">Kohortenstudie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span><br />
<em>Teilnehmer:</em> 38 472 Schwedinnen<br />
<em>Studiendauer:</em> 15 Jahre<br />
<em>Fragestellung:</em> Gibt es einen Zusammenhang zwischen Sonnenlicht-Aussetzung und Sterblichkeit<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Yang L, Lof M, Veierød MB, Sandin S, Adami HO, Weiderpass E. Ultraviolet exposure and mortality among women in Sweden. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 2011 Apr;20(4):683-90. (<a href="http://cebp.aacrjournals.org/content/20/4/683.long" title="zur Studie in voller Länge">Studie in voller Länge</a>) </p>
<p><a name="ref5"></a><strong>[5] Kent u.a. (2013)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips">Kohortenstudie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span><br />
<em>Teilnehmer:</em> 16 606 Personen ab 45 Jahren<br />
<em>Studiendauer:</em> 15 Jahre<br />
<em>Fragestellung:</em> Zusammenhang zwischen Sonneneinstrahlung oder Temperatur und dem Auftreten von Schlaganfällen<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Kent ST, McClure LA, Judd SE, Howard VJ, Crosson WL, Al-Hamdan MZ, Wadley VG, Peace F, Kabagambe EK. Short- and long-term sunlight radiation and stroke incidence. Ann Neurol. 2013 Jan;73(1):32-7. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23225379" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>) </p>
<h3>Weitere wissenschaftliche Quellen</h3>
<p><a name="ref6"></a><strong>[6] Geller AC, Swetter S (2013).</strong> Primary prevention of melanoma. In Corona R (ed.). UpToDate. Abgerufen am 22. 5. 2013 unter <a href="http://www.uptodate.com/contents/primary-prevention-of-melanoma">http://www.uptodate.com/contents/primary-prevention-of-melanoma</a> </p>
<p><a name="ref7"></a><strong>[7] Bjelakovic G, Gluud LL, Nikolova D, Whitfield K, Wetterslev J, Simonetti RG, Bjelakovic M, Gluud C.</strong> Vitamin D supplementation for prevention of mortality in adults. Cochrane Database of Systematic Reviews 2011, Issue 7. Art. No.: CD007470. (<a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/14651858.CD007470.pub2/abstract" title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>) </p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/sonnenbad-gesund-statt-krebsfordernd/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kein Hinweis auf Glutamat-Unverträglichkeit</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/kein-hinweis-auf-glutamat-unvertraglichkeit</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/kein-hinweis-auf-glutamat-unvertraglichkeit#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 May 2013 06:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Kerschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Glutamat]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsmittelunverträglichkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3487</guid>
		<description><![CDATA[Taubheitsgefühle, Schwäche, Herzrasen – derartige Symptome berichten Menschen mit selbstberichteter Glutamatunverträglichkeit. Eindeutige wissenschaftliche Hinweise auf eine solche Überempfindlichkeit gibt es keine, der Verzehr von Glutamat erscheint sicher. Dass große Mengen des Geschmacksverstärkers in Einzelfällen doch zu Nebenwirkungen führen könnten, lässt sich allerdings nicht komplett ausschließen. &#160; &#160; &#160; Zeitungsartikel: Glutamat: Alles wird gut! (1.3.2013, Der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3488" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/kein-hinweis-auf-glutamat-unvertraglichkeit"><img src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/2013-05-29_Glutamat_200x138.jpg" title="&copy;iStockphoto.com/bgsmith" alt="Asiatische Speisen enthalten oft Glutamat" width="200" height="138" class="size-full wp-image-3488" /></a><p class="wp-caption-text">Asiatische Speisen enthalten oft Glutamat</p></div>
<p>Taubheitsgefühle, Schwäche, Herzrasen – derartige Symptome berichten Menschen mit selbstberichteter Glutamatunverträglichkeit. Eindeutige wissenschaftliche Hinweise auf eine solche Überempfindlichkeit gibt es keine, der Verzehr von Glutamat erscheint sicher. Dass große Mengen des Geschmacksverstärkers in Einzelfällen doch zu Nebenwirkungen führen könnten, lässt sich allerdings nicht komplett ausschließen.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<span id="more-3487"></span><br />
&nbsp;</p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a href="http://derstandard.at/1361241218599/Glutamat-Alles-wird-gut">Glutamat: Alles wird gut!</a> (1.3.2013, Der Standard)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Kann Glutamat in Nahrungsmitteln Unverträglichkeitssymptome hervorrufen?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Es gibt keinen aussagekräftigen Hinweis, dass der Verzehr von Glutamat Beschwerden auslöst. Da bisher durchgeführte Studien jedoch Mängel aufweisen, lässt sich nicht ausschließen, dass es vereinzelt Personen gibt, die sensibel auf große Mengen an Glutamat reagieren.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Unzureichende</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td><em><br />
</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Geschmacksverstärker Glutamat hat einen zweifelhaften Ruf. Bereits in den 1960er Jahren tauchten Fallberichte über zahlreiche Unverträglichkeitssymptome nach dem Essen in chinesischen Restaurants auf <a href="#ref6">[6]</a> <a href="#ref7">[7]</a>. Der Schuldige war schnell gefunden: Das in der asiatischen Küche häufig eingesetzte Glutamat soll die Symptome des sogenannten „Chinarestaurant-Syndroms“ auslösen.  An Nebenwirkungen wurden  von Kribbeln und  Taubheitsgefühlen über Kopfschmerzen bis zu Schwäche, Herzklopfen oder Unwohlseinvieles genannt. </p>
<p>Der Geschmacksverstärker wird jedoch nicht nur Speisen beigemengt, um den Geschmack künstlich zu verbessern, sondern Glutamat kommt bereits natürlicherweise in vielen Lebensmitteln vor. Außer in japanischen Kombu-Algen findet es sich auch in Kartoffeln, Tomaten oder Käsesorten wie zum Beispiel Parmesan in bedeutenden Mengen <a href="#ref9">[9]</a>. </p>
<p>Berichte über eine Überempfindlichkeit auf Parmesan und Tomatensoße gäbe es laut „Standard“ (1. März 2013) jedoch keine. Eine Glutamatüberempfindlichkeit wie das angebliche „Chinarestaurant-Syndrom“ existiere einfach nicht. Dies würden auch wissenschaftliche Studien eindeutig zeigen. </p>
<h2>Überempfindlichkeit oder Einbildung?</h2>
<p>So eindeutig wie im „Standard“ dargestellt ist die Studienlage aber keinesfalls. Fallberichte dazu gibt es viele, diese lassen sich aber kaum überprüfen. Dazu braucht es Studien an Teilnehmern, die nach dem Zufallsprinzip entweder Glutamat oder aber ein bekanntermaßen wirkungsloses Mittel (<span class="domtooltips">Placebo<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein Scheinmedikament, das keinen pharmakologischen Wirkstoff enthält. Da bereits die Erwartung beim Einnehmen eines Medikaments eine gewisse Verbesserung eines Krankheitsbildes bewirken kann (Placeboeffekt), sollte die Wirksamkeit eines neuen Medikaments immer mit der einer Placebo-Behandlung verglichen werden.</span></span>) erhalten. Nach diesem Prinzip durchgeführte klinische Untersuchungen sind sogenannte <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span>. Idealerweise wissen dabei weder Studienteilnehmer noch Versuchsleiter, wer Glutamat und wer ein <span class="domtooltips">Placebo<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein Scheinmedikament, das keinen pharmakologischen Wirkstoff enthält. Da bereits die Erwartung beim Einnehmen eines Medikaments eine gewisse Verbesserung eines Krankheitsbildes bewirken kann (Placeboeffekt), sollte die Wirksamkeit eines neuen Medikaments immer mit der einer Placebo-Behandlung verglichen werden.</span></span> erhält. </p>
<p>In zwei randomisiert-kontrollierten Studien <a href="#ref2">[2]</a> <a href="#ref3">[3]</a> untersuchten Forscher Personen, die angaben, überempfindlich auf glutamathältige Speisen zu reagieren. Einige Nebenwirkungen traten in beiden Studien deutlich häufiger auf, wenn die Versuchspersonen die Limonade mit Glutamat getrunken hatten, als wenn sie das Getränk ohne Geschmacksverstärker zu sich genommen hatten.  </p>
<p>Erstaunlich jedoch: In der ersten Studie <a href="#ref2">[2]</a> aus dem Jahr 1997 zeigten nur 28 der 61 angeblich Glutamat-sensiblen Versuchspersonen eine Reaktion auf eine stark glutamathältige Zitruslimonade. In der zweiten Studie <a href="#ref3">[3]</a> aus dem Jahr 2000 waren es mit 69 von 130 ebenfalls nur etwas mehr als die Hälfte, die auf den Geschmacksverstärker reagierte. Die Leiter der zuletzt genannten Studie <a href="#ref3">[3]</a> beließen es jedoch nicht bei einem Testdurchgang, sie untersuchten die Reaktionen ihrer Probanden in bis zu drei Wiederholungstests. Doch unter den vorgeblich glutamatempfindlichen Studienteilnehmern gab es niemanden, der nach allen Glutamatgaben Symptome zeigte <a href="#ref3">[3]</a>.</p>
<p>In beiden Studien wurde das Glutamat in eine Zitruslimonade gemischt verabreicht. Da Glutamat einen deutlichen Eigengeschmack hat, ist jedoch anzunehmen, dass zumindest manche der Studienteilnehmer gemerkt haben, ob Glutamat in ihrem Getränk enthalten war oder nicht. Es ist daher denkbar, dass die Versuchspersonen vermehrt glaubten, Symptome zu spüren, wenn sie den Geschmack erkannt hatten. </p>
<h2>Glutamat als Asthmaauslöser?</h2>
<p>Das Aroma lässt sich komplett verbergen, wenn der Geschmacksverstärker in Kapselform verabreicht wird. Auf diese Art ist sichergestellt, dass die Studienteilnehmer nicht mehr schmecken kann, ob sie Glutamat oder nur ein <span class="domtooltips">Placebo<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein Scheinmedikament, das keinen pharmakologischen Wirkstoff enthält. Da bereits die Erwartung beim Einnehmen eines Medikaments eine gewisse Verbesserung eines Krankheitsbildes bewirken kann (Placeboeffekt), sollte die Wirksamkeit eines neuen Medikaments immer mit der einer Placebo-Behandlung verglichen werden.</span></span> bekommen.</p>
<p>In einer kleinen <span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierten Studie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> untersuchten Wissenschaftler zwölf Personen, die überzeugt waren, Glutamat würde bei ihnen Asthmaanfälle auslösen. Sie erhielten von den Forschern Kapseln, die entweder mit dem Geschmacksverstärker oder einem <span class="domtooltips">Placebo<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein Scheinmedikament, das keinen pharmakologischen Wirkstoff enthält. Da bereits die Erwartung beim Einnehmen eines Medikaments eine gewisse Verbesserung eines Krankheitsbildes bewirken kann (Placeboeffekt), sollte die Wirksamkeit eines neuen Medikaments immer mit der einer Placebo-Behandlung verglichen werden.</span></span> gefüllt waren. Sowohl Lungenfunktion als auch andere Beschwerden waren nach beiden Behandlungen ähnlich, es gab keinen Hinweis auf eine Asthma-auslösende Wirkung von Glutamat <a href="#ref1">[1]</a>. Mit nur zwölf Teilnehmern ist die Aussagekraft dieser Studie allerdings begrenzt. </p>
<p>In einer anderen solchen Studie an zwölf Asthmatikern zeigte sich ebenfalls kein Unterschied im Auftreten von Asthmasymptomen <a href="#ref1">[1]</a>. Unter den Studienteilnehmern war jedoch nur eine einzige Person, die sich selbst als Glutamat-sensibel bezeichnete. </p>
<h2>Studien an Gesunden nur teilweise aussagekräftig</h2>
<p>Auch zwei weitere Wissenschaftler-Teams erkannten, wie wichtig es ist, den Glutamatgeschmack durch die Verabreichung in Kapselform zu verschleiern. Sie verabreichten den Versuchspersonen in ihren randomisiert-kontrollierten Studien <a href="#ref4">[4]</a> <a href="#ref5">[5]</a> nach dem Zufallsprinzip entweder Glutamat- oder Placebokapseln vor dem Frühstück. Dann warteten sie, ob die Teilnehmer irgendeine Reaktion zeigten. Das Ergebnis: in keiner Studie zeigten sich Unterschiede zwischen den beiden Versuchsbedingungen.</p>
<p>In beiden Studien waren nur gesunde Probanden, nicht aber Menschen mit selbstberichteter Glutamatüberempfindlichkeit untersucht worden. Bei 71 Teilnehmern in der einen Studie <a href="#ref4">[4]</a> und 52 in der anderen <a href="#ref5">[5]</a> ein nur bedingt aussagekräftiges Ergebnis, denn um zu überprüfen, ob es tatsächlich Personen mit Glutamatunverträglichkeit gibt, hätten weit mehr Teilnehmer untersucht werden müssen. </p>
<p>Die vorliegenden Studien zeigen, dass bis zu drei Gramm Glutamat bei einer ausgewählten Gruppe gesunder Personen keine Symptome auslöst. In Mengen, wie sie für gewöhnlich in westlichen Ländern konsumiert werden – laut <a href="#ref1">[1]</a> zwischen 0,3 und 1g täglich – erscheint der Verzehr des Geschmacksverstärkers sicher. In Asien wird die durchschnittliche Aufnahme von Glutamat sogar auf 1,2 bis 1,7g geschätzt <a href="#ref9">[9]</a>. Ob es aber in der restlichen Bevölkerung vereinzelt Menschen gibt, die sensibel auf sehr große Mengen des Geschmacksverstärkers reagieren, lässt sich so nicht ausschließen.</p>
<h2>Glutamat als  Geschmacksverstärker</h2>
<p>Glutamat findet als künstlich hergestellter Lebensmittelzusatzstoff mit den Nummern E620 bis E625 breite Anwendung. So setzt die Industrie den Geschmacksverbesserer etwa vielen Fertiggerichten und Snacks zu.</p>
<p>Glutamat hat einen angenehmen, leicht salzigen Geschmack, verstärkt aber auch den Eigengeschmack anderer Speisen. Erstaunlich ist, dass der menschliche Geschmackssinn Glutamat spezifisch erkennt. Tatsächlich gibt es auf der Zunge neben den bekannten Geschmackssensoren für süß, salzig, sauer und bitter auch solche für „umami“ – die Geschmacksempfindung, die durch Glutamat ausgelöst wird <a href="#ref9">[9]</a>. „Umami“ ist japanisch und bedeutet soviel wie „herzhaft, wohlschmeckend“.</p>
<p>Als Salz der Aminosäure Glutaminsäure kommt der Stoff auch in der Natur als wichtiger Bestandteil von beinahe allen Proteinen gebunden vor, etwa in Fleisch und Gemüse. In nicht gebundener Form ist Glutamat ein wichtiger Botenstoff im Nervensystem, welcher vom Körper selbst hergestellt wird. Freies Glutamat kommt nicht nur in zahlreichen Früchten natürlicherweise vor.<br />
[9]. Auch bei der Fermentation von Proteinen entsteht freies Glutamat, wie beispielsweise bei der Käsereifung oder der Herstellung von Sojasoße aus Sojabohnen <a href="#ref10">[10]</a>. </p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">B. Kerschner, J. Wipplinger, M. Flamm</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/kein-hinweis-auf-glutamat-unvertraglichkeit&#038;t=Kein+Hinweis+auf+Glutamat-Unvertr%C3%A4glichkeit"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" alt="auf Facebook teilen" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Kein+Hinweis+auf+Glutamat-Unvertr%C3%A4glichkeit+"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" alt="auf Twitter teilen" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Anti-Kater-Pille: nur ernüchternder Marketing-Gag" href="http://www.medizin-transparent.at/anti-kater-pille-nur-ernuchternder-marketing-gag">Anti-Kater-Pille: nur ernüchternder Marketing-Gag</a> (2. März 2012)</li><li><a title="Der böse Mikrowellenherd" href="http://www.medizin-transparent.at/der-bose-mikrowellenherd">Der böse Mikrowellenherd</a> (2. Mai 2013)</li><li><a title="Mediterrane Kost für ein gesundes Herz?" href="http://www.medizin-transparent.at/mediterrane-kost-fur-ein-gesundes-herz">Mediterrane Kost für ein gesundes Herz?</a> (30. April 2013)</li><li><a title="Wie ungesund ist rotes Fleisch für das Herz?" href="http://www.medizin-transparent.at/wie-ungesund-ist-rotes-fleisch-fur-das-herz">Wie ungesund ist rotes Fleisch für das Herz?</a> (26. April 2013)</li><li><a title="In Trance gegen Darmbeschwerden kämpfen?" href="http://www.medizin-transparent.at/in-trance-gegen-darmbeschwerden-kampfen">In Trance gegen Darmbeschwerden kämpfen?</a> (25. März 2013)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Zhou u.a. (2012)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span> der <span class="domtooltips">Cochrane Collaboration<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein weltweites Netzwerk von WissenschaftlerInnen und ÄrztInnen, das systematische Übersichtsarbeiten (Reviews) zur Wirkung medizinischer Behandlungen veröffentlicht. Die Mitglieder durchforsten Fachzeitschriften und andere Quellen nach Studien im jeweiligen Interessengebiet. Medizin-Transparent arbeitet eng mit der Österreichischen Cochrane-Zweigstelle (www.cochrane.at) zusammen.</span></span><br />
<em>Eingeschlossene Studien:</em> 2 <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Teilnehmer insgesamt:</em> 24 Personen mit Asthma<br />
<em>Fragestellung:</em> Kann Mono-Natriumglutamat Asthmasymptome auslösen oder die Lungenfunktion von Asthmatikern beeinträchtigen?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Zhou Y, Yang M, Dong BR. Monosodium glutamate avoidance for chronic asthma in adults and children. Cochrane Database Syst Rev. 2012 Jun 13;6:CD004357. (<a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/14651858.CD004357.pub4/abstract" title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit">Zusammenfassung der Studie</a>) </p>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2] Yang u.a. (1997)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Teilnehmer:</em> 61 Personen mit selbstangegebener Glutamatunverträglichkeit<br />
<em>Studiendauer:</em> 2-3 Tage<br />
<em>Fragestellung:</em> Löst Mononatriumglutamat bei Personen mit selbstangegebener Glutamatunverträglichkeit Beschwerden aus?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Yang WH, Drouin MA, Herbert M, Mao Y, Karsh J. The monosodium glutamate symptom complex: assessment in a double-blind, <span class="domtooltips">placebo<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein Scheinmedikament, das keinen pharmakologischen Wirkstoff enthält. Da bereits die Erwartung beim Einnehmen eines Medikaments eine gewisse Verbesserung eines Krankheitsbildes bewirken kann (Placeboeffekt), sollte die Wirksamkeit eines neuen Medikaments immer mit der einer Placebo-Behandlung verglichen werden.</span></span>-controlled, randomized study. J Allergy Clin Immunol. 1997 Jun;99(6 Pt 1):757-62. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9215242" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)  </p>
<p><a name="ref3"></a><strong>[3] Geha u.a. (2000)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Teilnehmer:</em> 132 Personen mit selbstangegebener Glutamatunverträglichkeit<br />
<em>Studiendauer:</em> 2 &#8211; 16 Tage<br />
<em>Fragestellung:</em> Löst Mononatriumglutamat bei Personen mit selbstangegebener Glutamatunverträglichkeit Beschwerden aus?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Geha RS, Beiser A, Ren C, Patterson R, Greenberger PA, Grammer LC, Ditto AM, Harris KE, Shaughnessy MA, Yarnold PR, Corren J, Saxon A. Multicenter, double-blind, <span class="domtooltips">placebo<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein Scheinmedikament, das keinen pharmakologischen Wirkstoff enthält. Da bereits die Erwartung beim Einnehmen eines Medikaments eine gewisse Verbesserung eines Krankheitsbildes bewirken kann (Placeboeffekt), sollte die Wirksamkeit eines neuen Medikaments immer mit der einer Placebo-Behandlung verglichen werden.</span></span>-controlled, multiple-challenge evaluation of reported reactions to monosodium glutamate. J Allergy Clin Immunol. 2000 Nov;106(5):973-80. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11080723" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>) </p>
<p><a name="ref4"></a><strong>[4] Tarasoff u.a. (1993)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Teilnehmer:</em> 71 gesunde Personen<br />
<em>Studiendauer:</em> 5 Tage<br />
<em>Fragestellung:</em> Löst Mononatriumglutamat bei Beschwerden aus?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> Teilfinanzierung der Studie durch das „International Glutamate Technical Committee“, ein Zusammenschluss industrieller Produzenten und Verbraucher von Glutamat für Lebensmittel.</p>
<p>Tarasoff L, Kelly MF. Monosodium L-glutamate: a double-blind study and review. Food Chem Toxicol. 1993 Dec;31(12):1019-35. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8282275" title="Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>) </p>
<p><a name="ref5"></a><strong>[5] Prawirohardjono u.a. (2000)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Teilnehmer:</em> 52 gesunde Personen<br />
<em>Studiendauer:</em> 3 Tage<br />
<em>Fragestellung:</em> Löst Mononatriumglutamat bei Beschwerden aus?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> Finanzierung der Studie durch das „International Glutamate Technical Committee“, ein Zusammenschluss industrieller Produzenten und Verbraucher von Glutamat für Lebensmittel.</p>
<p>Prawirohardjono W, Dwiprahasto I, Astuti I, Hadiwandowo S, Kristin E, Muhammad M, Kelly MF. The administration to Indonesians of monosodium L-glutamate in Indonesian foods: an assessment of adverse reactions in a randomized double-blind, crossover, <span class="domtooltips">placebo<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein Scheinmedikament, das keinen pharmakologischen Wirkstoff enthält. Da bereits die Erwartung beim Einnehmen eines Medikaments eine gewisse Verbesserung eines Krankheitsbildes bewirken kann (Placeboeffekt), sollte die Wirksamkeit eines neuen Medikaments immer mit der einer Placebo-Behandlung verglichen werden.</span></span>-controlled study. J Nutr. 2000 Apr;130(4S Suppl):1074S-6S. (<a href="http://jn.nutrition.org/content/130/4/1074.long" title="zur Studie in voller Länge">Studie in voller Länge</a>) </p>
<h3>Weitere wissenschaftliche Quellen</h3>
<p><a name="ref7"></a><strong>[7] Kwok RHM (1968).</strong> Chinese-restaurant syndrome [letter]. New England Journal of Medicine, 278, 796. </p>
<p><a name="ref8"></a><strong>[8] Kandall S, Schaumburg HH, Beron El, Menken M, McCaghren TJ, Gordon ME (1968).</strong> Chinese restaurant syndrome [letters]. New England Journal of Medicine, 278: 1122-1124.</p>
<p><a name="ref9"></a><strong>[9] Beyreuther K, Biesalski HK, Fernstrom JD, Grimm P, Hammes WP, Heinemann U, Kempski O, Stehle P, Steinhart H, Walker R (2007)</strong> Consensus meeting: monosodium glutamate &#8211; an update. Eur J Clin Nutr. 2007 Mar;61(3):304-13. Epub 2006 Sep 6. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16957679" title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>) </p>
<p><a name="ref10"></a><strong>[10] Yoshiko Yoshida (1998).</strong> Umami taste and traditional seasonings, Food Reviews International, 14:2-3, 213-246 (<a href="http://dx.doi.org/10.1080/87559129809541158" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>) </p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/kein-hinweis-auf-glutamat-unvertraglichkeit/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vitamin E &#8211; Schutz oder Bedrohung?</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/vitamin-e-schutz-oder-bedrohung</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/vitamin-e-schutz-oder-bedrohung#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 May 2013 08:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg Wipplinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Herz-Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungergänzungsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Sterblichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin E]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3500</guid>
		<description><![CDATA[Vitamin E wird eine Wirkung als Anti-Aging-Wundermittel nachgesagt. Hohe Dosen sollen dem Standard zufolge das Risiko für einen verfrühten Tod aber sogar erhöhen. Ist das das Aus für Wunderdoktor E? Zeitungsartikel: Vitamin E: Hochdosiertes Risiko (8.5.2013, DerStandart.at) Frage: Erhöhen Vitamin E-Präparate die Wahrscheinlichkeit frühzeitig zu sterben? Antwort: Die Studien zu diesem Thema sind sehr uneinheitlich. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3506" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/vitamin-e-schutz-oder-bedrohung"><img class="size-full wp-image-3506" title="istock/og-vision" alt="istock/og-vision" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/VitE.jpg" width="200" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Tötet Vitamin E?</p></div>
<p>Vitamin E wird eine Wirkung als Anti-Aging-Wundermittel nachgesagt. Hohe Dosen sollen dem<a title="derStandard.at" href="http://derstandard.at/1363710454433/Vitamin-E-Hochdosiertes-Risiko" target="_blank"> Standard</a> zufolge das Risiko für einen verfrühten Tod aber sogar erhöhen. Ist das das Aus für Wunderdoktor E?</p>
<p><span id="more-3500"></span></p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a title="zum Artikel auf DerStandart.at" href="http://derstandard.at/1363710454433/Vitamin-E-Hochdosiertes-Risiko">Vitamin E: Hochdosiertes Risiko</a> (8.5.2013, DerStandart.at)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Erhöhen Vitamin E-Präparate die Wahrscheinlichkeit frühzeitig zu sterben?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Die Studien zu diesem Thema sind sehr uneinheitlich. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass Vitamin E das Sterberisiko erhöht. Eine <span class="domtooltips">Meta-Analyse<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Fragestellung zusammen nimmt und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis errechnet.</span></span> warnt vor hoch dosierten Vitaminpräparaten.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img class="alignnone size-full wp-image-361" title="Information zur Bewertung..." alt="" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/orange_button.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"><a href="http://www.medizin-transparent.at/ueber/bewertungskriterien"><img class="size-full wp-image-320" title="Information zur Wirksamkeit..." alt="" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/accept1.png" width="32" height="32" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Niedrige</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td>für die <em> Gefährdung</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Leicht und günstig zu haben, landet Vitamin E bei vielen Menschen als Nahrungsergänzungsmittel auf dem Speiseplan. Einige der positiven Auswirkungen des Vitamins werden mittlerweile angezweifelt. Die zusammengefasste Analyse bisheriger Studien sieht keine Anzeichen dafür, dass Vitamin E lebensverlängernd wirkt<a href="#ref1"> [1]</a><a href="#ref2">[2]</a>.</p>
<h2>Hohe Dosierungen schaden</h2>
<p>Ein Artikel auf DerStandard.at warnt vor Vitamin E-Aufnahmen, die 400 oder mehr Internationale Einheiten<a href="#ref*">*</a> am Tag betragen. Er bezieht sich dabei auf eine <span class="domtooltips">Meta-Analyse<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Fragestellung zusammen nimmt und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis errechnet.</span></span> aus dem Jahr 2005. Diese untersuchte 19 Studien daraufhin, wie sich hohe Vitamin E Dosierungen auf die Sterblichkeit auswirken. Das Ergebnis: In der Gruppe der Vitamin E beziehenden Personen treten mehr Todesfälle auf als in der Vergleichsgruppe ohne Vitaminzusätze.</p>
<p>Das Ergebnis lässt zwar aufhorchen, relativiert sich aber, wenn man etwas tiefer in die Studie blickt: Die Teilnehmer litten bereits an einer chronischen Erkrankung und waren zwischen 47 und 86 Jahre alt. Ob demnach ein entsprechender Effekt auch bei gesunden und jüngeren Menschen auftritt, ist nicht klar. Außerdem waren die eingeschlossenen Studien klein und wurden nicht auf Qualität geprüft<a href="#ref1"> [1]</a>.</p>
<p>Laut des deutschen Bundesamtes für Risikobewertung ist eine hoch dosierte Aufnahme von Vitamin E als Nahrungsergänzungsmittel mit einem erhöhten Blutungsrisiko verbunden; für Patienten mit Blutgerinnungsstörungen stellt Vitamin E ein Gesundheitsrisiko dar. Auch eine Wechselwirkung zwischen Vitamin E und anderen Medikamenten ist kritisch und kann schaden <a href="#ref3">[3]</a>.</p>
<h2>Neuere Ergebnisse</h2>
<p>Was in den Medien als neue Erkenntnis gehandelt wird, ist in Wahrheit schon vor acht Jahren veröffentlicht worden und somit veraltet. Für eine gute <span class="domtooltips">Evidenz<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none"><em></em>meint die Gesamtheit der wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnisse zu einer klinischen Fragestellung.</span></span> sind neuere Ergebnisse nötig. Diese liefert eine <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span> der <span class="domtooltips">Cochrane Collaboration<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein weltweites Netzwerk von WissenschaftlerInnen und ÄrztInnen, das systematische Übersichtsarbeiten (Reviews) zur Wirkung medizinischer Behandlungen veröffentlicht. Die Mitglieder durchforsten Fachzeitschriften und andere Quellen nach Studien im jeweiligen Interessengebiet. Medizin-Transparent arbeitet eng mit der Österreichischen Cochrane-Zweigstelle (www.cochrane.at) zusammen.</span></span> aus dem Jahr 2012. Sie umfasst 78 Studien, die als qualitativ hochwertig gelten. Im Gegensatz zur <span class="domtooltips">Meta-Analyse<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Fragestellung zusammen nimmt und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis errechnet.</span></span> aus dem Jahr 2005 bezogen die Autoren das Sterberisiko hier nicht auf die Dosierung von Vitamin E. Dennoch unterstützt die Arbeit die Aussage von 2005. Auch aus dieser <span class="domtooltips">Meta-Analyse<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Fragestellung zusammen nimmt und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis errechnet.</span></span> resultiert eine leicht erhöhte Sterbezahl durch Vitamin E-Präparate. In der Studiengruppe, die synthetische Vitamin E-Präparate einnahmen, starben von 97 523 Personen 11 689; in der Kontrollgruppe ohne Vitamin E-Einnahme starben 7561 von 73 721 Personen. Dadurch errechnet sich bei Vitamin E-Zufuhr ein um drei Prozent erhöhtes Risiko frühzeitig zu sterben <a href="#ref2" target="_blank">[2]</a>. Diese Risikoerhöhung ist jedoch nur bedingt abgesichert, da die Ergebnisse nicht eindeutig interpretierbar sind.</p>
<h2>Alpha-Tocopherol – Die natürliche Variante</h2>
<p>Es gibt acht natürliche Substanzen, die unter den Begriff Vitamin E fallen. Das Alpha-Tocopherol ist die am besten untersuchte Form. Fast 90 Prozent des Vitamin E im menschlichen Organismus bestehen aus dieser Verbindung. Wichtigste Funktion ist seine antioxidative Wirkung. Vitamin E schützt die Zellmembranen im Körper vor Oxidation, indem es aggressive Sauerstoffradikale einfängt.</p>
<p>Bei einer gemischten Ernährung kommt praktisch kein Vitamin-E-Defizit vor. Nur bei langen fettreduzierten Diäten können eventuell Mangelerscheinungen auftreten. Der Bedarf an Vitamin E ist von individuellen Ernährungsgewohnheiten und den Lebensumständen abhängig. Er steigt mit der Aufnahme an ungesättigten Fettsäuren, in der Schwangerschaft und Stillzeit. Auch bei Rauchern ist der Bedarf an Vitamin E erhöht. Es gibt demnach keine einheitlichen Empfehlungen zum täglichen Bedarf an Vitamin E. Die maximal empfohlene Tagesdosis liegt aber mit 1500 Einheiten deutlich über den 400 Einheiten der zitierten Studien<a href="#ref4"> [4]</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>*<a name="ref*"></a> Die Internationale Einheit:</b> Eine mit IE (oder IU für international unit) abgekürzte Maßeinheit, die besonders im Bereich der Medizin eingesetzt wird. Sie wird für eine reproduzierbare Dosierung der Präparate anhand ihrer Wirkung eingesetzt.</p>
<table class="table_custom" border="0">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;"><strong>Internationale Einheiten in IU</strong></td>
<td style="text-align: center;"><strong>Natürliches Vitamin E in mg</strong></td>
<td style="text-align: center;"><strong>Synthetisches Vitamin E in mg</strong></td>
</tr>
<tr>
<td> 1</td>
<td> 0,67</td>
<td> 0,45</td>
</tr>
<tr>
<td> 400</td>
<td> 268</td>
<td>180</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">K. Regnat, B. Kerschner, J. Wipplinger, C. Christof</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/vitamin-e-schutz-oder-bedrohung&amp;t=Vitamin+E+%E2%80%93+Schutz+oder+Bedrohung%3F"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" alt="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Vitamin+E+%E2%80%93+Schutz+oder+Bedrohung%3F+http%3A%2F%2Fis.gd%2FX3RjFK"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" alt="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Der Super Smoothie aus dem Mega Mixer" href="http://www.medizin-transparent.at/der-super-smoothie-aus-dem-mega-mixer">Der Super Smoothie aus dem Mega Mixer</a> (11. Juni 2013)</li><li><a title="Der böse Mikrowellenherd" href="http://www.medizin-transparent.at/der-bose-mikrowellenherd">Der böse Mikrowellenherd</a> (2. Mai 2013)</li><li><a title="Allergieauslöser Vitamin D?" href="http://www.medizin-transparent.at/allergieausloser-vitamin-d">Allergieauslöser Vitamin D?</a> (5. April 2013)</li><li><a title="Vitamin C beinahe nutzlos gegen Erkältungen" href="http://www.medizin-transparent.at/vitamin-c-beinahe-nutzlos-gegen-erkaltungen">Vitamin C beinahe nutzlos gegen Erkältungen</a> (28. November 2011)</li><li><a title="Vitamintabletten: gesund oder gefährlich?" href="http://www.medizin-transparent.at/vitamintabletten-gesund-oder-gefahrlich">Vitamintabletten: gesund oder gefährlich?</a> (25. Oktober 2011)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] ] Miller u.a. (2005)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips">Meta-Analyse<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Fragestellung zusammen nimmt und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis errechnet.</span></span><br />
<em>Eingeschlossene Studien:</em> 19<br />
<em>Studienteilnehmer:</em> 135967<br />
<em>Studiendauer:</em> 1,4 &#8211; 8,2 Jahre<br />
<em>Fragestellung:</em> Auswirkung von hoch dosiertem Vitamin E auf Streberate.<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> Zuschüsse von Roche</p>
<p>Miller ER 3rd, Pastor-Barriuso R, Dalal D, Riemersma RA, Appel LJ, Guallar E. Meta-analysis: high-dosage vitamin E supplementation may increase all-cause mortality. Ann Intern Med. 2005 Jan 4;142(1):37-46. (<a title="zur Zusammenfassung der Meta-Analyse" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15537682" target="_blank">Zusammenfassung der <span class="domtooltips">Meta-Analyse<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Fragestellung zusammen nimmt und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis errechnet.</span></span></a>)</p>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2] ] Bjelakovic (2012) </strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">Systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span> und <span class="domtooltips">Meta-Analyse<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Fragestellung zusammen nimmt und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis errechnet.</span></span> der Cochrane-Collaboration<br />
<em>Eingeschlossene Studien:</em> 78 <span class="domtooltips">randomisierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Randomisierung ist die zufällige Aufteilung von StudienteilnehmerInnen entweder zu einer Kontrollgruppe, welche ein Scheinmedikament bekommen, oder zu einer Versuchsgruppe, die das zu untersuchende Medikament erhalten. Randomisierung beugt der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<br />
<em>Studienteilnehmer:</em> 296 707<br />
<em>Studiendauer:</em> 28 Tage bis 12 Jahre<br />
<em>Fragestellung:</em> Auswirkung der Einnahme von Antioxidantien (Vitamin A, Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E und Selen) auf die Lebensdauer im Vergleich zu <span class="domtooltips">Placebo<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein Scheinmedikament, das keinen pharmakologischen Wirkstoff enthält. Da bereits die Erwartung beim Einnehmen eines Medikaments eine gewisse Verbesserung eines Krankheitsbildes bewirken kann (Placeboeffekt), sollte die Wirksamkeit eines neuen Medikaments immer mit der einer Placebo-Behandlung verglichen werden.</span></span> oder keiner Einnahme.<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> Keine</p>
<p>Bjelakovic G, Nikolova D, Gluud LL, Simonetti RG, Gluud C. Antioxidant supplements for prevention of mortality in healthy participants and patients with various diseases. Cochrane Database of Systematic Reviews 2012, Issue 3. Art. No.: CD007176. DOI: 10.1002/14651858.CD007176.pub2. (<a title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit" href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/14651858.CD007176.pub2/abstract" target="_blank">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>)</p>
<h3>Weitere wissenschaftliche Quellen</h3>
<p><a name="ref3"></a><strong>[3] Deutsches Bundesamt für Risikobewertung</strong> <a title="Deutsches Bundesamt für Risikobewertung" href="http://www.bfr.bund.de/cm/350/verwendung_von_vitaminen_in_lebensmitteln.pdf" target="_blank">Abgerufen am 27.05.2013</a></p>
<p><a name="ref4"></a><strong>[4] UpToDate zu Vitamin E (Zugang erforderlich)</strong> <a title="UpToDate" href="http://www.uptodate.com/contents/vitamin-e-drug-information?source=search_result&amp;search=Vitamin+E&amp;selectedTitle=1~150 " target="_blank">Abgerufen am 27.05.2013</a></p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/vitamin-e-schutz-oder-bedrohung/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Paradox der Brustentfernung</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/das-paradox-der-brustentfernung</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/das-paradox-der-brustentfernung#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 May 2013 10:31:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Kerschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Angelina Jolie]]></category>
		<category><![CDATA[BRCA]]></category>
		<category><![CDATA[Brust]]></category>
		<category><![CDATA[Brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Busen]]></category>
		<category><![CDATA[Krebsprävention]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3472</guid>
		<description><![CDATA[Hollywood-Star Angelina Jolie hat mit ihrer Brustentfernung vermutlich für die größte Aufmerksamkeit gesorgt, die je einer Vorsorgemaßnahme zugekommen ist. Und Aufmerksamkeit kann dem Thema nicht schaden, denn die enorme Komplexität stellt Betroffene vor eine schwierige Entscheidung, bei der die wissenschaftliche Beweislage keine eindeutigen Ratschläge geben kann. Zeitungsartikel: Angelina Jolie ließ sich vorsorglich Brüste amputieren (14.5.2013, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3480" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/das-paradox-der-brustentfernung"><img class="size-full wp-image-3480" title="cc Remy Steinegger" alt="cc Remy Steinegger" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/Jolie_200x133.png" width="200" height="135" /></a><p class="wp-caption-text">Jolie sorgt für Debatten</p></div>
<p>Hollywood-Star Angelina Jolie hat mit ihrer Brustentfernung vermutlich für die größte <a title="NYT" href="http://www.nytimes.com/2013/05/14/opinion/my-medical-choice.html?smid=fb-share&amp;_r=1&amp;" target="_blank">Aufmerksamkeit </a>gesorgt, die je einer Vorsorgemaßnahme zugekommen ist. Und Aufmerksamkeit kann dem Thema nicht schaden, denn die enorme Komplexität stellt Betroffene vor eine schwierige Entscheidung, bei der die wissenschaftliche Beweislage keine eindeutigen Ratschläge geben kann.</p>
<p><span id="more-3472"></span></p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a href="http://derstandard.at/1363710892199/Angelina-Jolie-liess-sich-vorsorglich-Brueste-amputieren">Angelina Jolie ließ sich vorsorglich Brüste amputieren </a> (14.5.2013, derstandard.at), <a href="http://diepresse.com/home/leben/mensch/1401714/KrebsGen_Brustamputation-fuer-Angelina-Jolie?_vl_backlink=/home/index.do">Krebs-Gen: Proaktive Brustamputation für Angelina Jolie </a> (14.5.2013, diepresse.com),<a href="http://kurier.at/lebensart/gesundheit/brustamputation-experte-hype-der-absoluten-risikovermeidung/12.359.179  ">Jolie: „Fühle mich nicht weniger als Frau“ </a> (14.5.2013, kurier.at),</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Ist eine vorsorgliche Brustamputation für Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko sinnvoller als regelmäßig an intensiven Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Hochrisikopatientinnen können mit einer präventiven Brustabnahme ihr Brustkrebsrisiko deutlich senken. Trotzdem lässt sich daraus keine generelle Empfehlung ableiten, da intensive Screeningprogramme eine Alternative darstellen. Für beide Vorsorgemaßnahmen fehlen allerdings noch gute Langzeitstudien, die Entscheidung kann nur sehr individuell getroffen werden.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Unzureichende</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td><em><br />
</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Angelina Jolie hat in der New York Times <a href="#refa">[a]</a> selber von ihrer Behandlung und der Vorgeschichte dazu berichtet und damit ein beachtliches Mediencho ausgelöst. Auch in österreichischen Zeitungen finden sich zahlreiche Artikel, vom Experteninterview bis zu medizinischen Hintergrundartikeln. Allerdings wird wenig über die Alternativen geschrieben und auch die Studienlage zur präventiven Brustentfernung bei Hochrisikopatientinnen hat noch Lücken.</p>
<h2>Mutationen und hohes Risiko</h2>
<p>Jolie stand überhaupt erst vor dieser Entscheidung, weil sie zu einer Hochrisikogruppe für Brustkrebs gehört, zu jenen Frauen, die eine vererbte Mutation in den Genen BRCA 1 oder BRCA 2 haben. Diese Mutationen sind selten und treten mit einer Häufigkeit von etwa 1:1000 auf, sie sorgen für ein erhöhtes Brustkrebsrisiko, wobei die tatsächliche Gefahr schwer zu beziffern ist. Die Wahrscheinlichkeit für Frauen mit einer solchen Mutation irgendwann im Laufe des Lebens an Brustkrebs zu erkranken liegt unterschiedlichen Studien zufolge zwischen 56 und 84 Prozent <a href="#ref2">[2]</a><a href="#ref3">[3]</a>.</p>
<p>Laut einer systematischen Übersichtsarbeit von 2010 kann dieses Risiko mit einer vorsorglichen Brustentfernung deutlich verringert werden, in manchen Studien um bis zu 100 Prozent <a href="#ref1">[1]</a>.Ein Problem für Risikoberechnungen ist immer die Frage, mit welcher Gruppe verglichen werden kann. Zumeist wird rein rechnerisch mit bekannten Werten für bestimmte Gruppen verglichen, aber in einer Studie wurden 214 Frauen mit einer vorsorglichen Brustentfernung mit ihren Schwestern verglichen, die keine solche Behandlung wollten: Von den 214 operierten starben zwei an Brustkrebs, in der Kontrollgruppe (den Schwestern) waren es 90 von 403 Frauen. Je nach Rechenart ergibt das eine Risikoreduktion an Brustkrebs zu sterben zwischen 81 und 96 Prozent <a href="#ref1">[1]</a>.</p>
<p>Aufgrund solcher Zahlen und der Tatsache, dass genetische Tests auf BRCA 1 /2 immer häufiger gemacht werden, steigt die Zahl der vorsorglichen Brustentfernungen. Das führt zu einer paradoxen Entwicklung: Während Frauen mit Brustkrebs auf eine Operation hoffen, die möglichst viel von der Brust belässt, wird die totale Amputation als Vorbeugung immer häufiger.</p>
<h2>Wirksamkeit ist nicht alles</h2>
<p>Die Brustabnahme ist wirksam gegen Brustkrebs, aber das heißt noch nicht, dass sie auf jeden Fall zu empfehlen ist. Da es keinen 100prozentigen Test zu Vorhersage von Brustkrebs gibt, ist unbekannt, wie viele der vorbeugenden Amputationen umsonst sind, also gar nicht notwendig wären. Es besteht das Risiko, einen schweren Eingriff zu machen, der außer Nebenwirkungen nichts bringt. Angelina Jolie hat sich als vollkommen gesunde Frau beide Brüste abnehmen lassen.</p>
<p>Dennoch sind die meisten Frauen aus der Hochrisikogruppe, die sich für diesen Eingriff entscheiden, im Nachhinein mit ihrer Entscheidung zufrieden und empfinden weniger Angst vor einer Brustkrebserkrankung. Mit dem kosmetischen Ergebnis und den Auswirkungen auf ihre Sexualität sind allerdings viele unzufrieden, das Körperbild kann negativ beeinflusst werden und oft sind Nachfolgeoperationen notwendig<a href="#ref1"> [1]</a>.<br />
Keine Brustentfernung kann sämtliches Gewebe entfernen, das Brustkrebsrisiko wird also nicht auf Null gesenkt <a href="#ref1">[1]</a>.<br />
Entscheidend ist, die Effektivität der vorbeugenden Brustabnahme mit anderen Präventivmaßnahmen zu vergleichen, nur so kann die Sinnhaftigkeit dieser massiven Maßnahme abgeschätzt werden.</p>
<h2>Eine Alternative</h2>
<p>Naheliegend ist die regelmäßige Untersuchung (Screening) in zeitlich engem Abstand mit mehreren Methoden. Dadurch wird zwar keine Krebserkrankung verhindert, aber der Krebs wird so früh entdeckt, dass die folgende Behandlung weniger drastisch ist, als eine komplette Brustentfernung. Eine 2012 veröffentlichte Studie untersuchte die Auswirkungen eines Screeningprogramms mit jährlichem MRI (magnetic resonance imaging) und halbjährlicher Abtastung bei Frauen mit BRCA 1 / 2 Mutation. Von 1997 bis 2009 wurden Frauen in die Studie aufgenommen, die durchschnittliche Beobachtungszeit betrug letztlich 7,6 Jahre: Von 496 Frauen erkrankten 54 an Brustkrebs, nur eine Frau starb daran<a href="#ref3">[3]</a>. Ob die Beobachtung auch langfristig eine wirksame Maßnahme ist, müssen Studien mit längerer Beobachtungsdauer zeigen, doch gleiches gilt auch für die vorsorgliche Brustentfernung. Die erwähnte Studie <a href="#ref3">[3]</a>  brachte noch eine Erkenntnis: Die MRI Technik verbessert sich ständig, es werden immer kleinere Tumore aufgespürt, die Wirksamkeit von Screenings könnte sich somit weiter verbessern.</p>
<p>Ein direkter Vergleich der Methoden „Screening“ und „vorsorgliche Brustentfernung“ ist auf Basis der derzeitigen Studienlage nicht möglich: randomisiert-kontrollierten Studien sind undenkbar, denn selbst wenn die zu vergleichenden Behandlungen ähnlich effektiv sind, wäre eine zufällige Zuschreibung zu einer Behandlungsform selbstverständlich unethisch. So ist die Forschung auf <span class="domtooltips">Kohortenstudien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span> angewiesen, die derzeit noch nicht ausreichen, um klare Vorteile einer Methode aufzuzeigen. Einerseits unterliegen <span class="domtooltips">Kohortenstudien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span> immer bestimmten Einschränkungen in ihrer Aussagekraft und andererseits fehlen noch Langzeitergebnisse. Frauen mit einer BRCA 1 / 2 Mutation können also nur eine höchst individuelle Entscheidung treffen, die eine komplexe Abwägung von Risiken, Nebenwirkungen und der eigenen Werte und Ängste darstellt.</p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">J. Wipplinger, B. Kerschner,</a> <a title="G. Gartlehner" href="http://www.donau-uni.ac.at/de/universitaet/whois/10760/index.php?URL=/de/department/">G. Gartlehner</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/das-paradox-der-brustentfernung&#038;t=Das+Paradox+der+Brustentfernung"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" alt="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Das+Paradox+der+Brustentfernung+http%3A%2F%2Fis.gd%2FO0728E"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" alt="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Brustkrebs-Vorsorge: Lebensretter oder Risiko?" href="http://www.medizin-transparent.at/brustkrebs-vorsorge-lebensretter-oder-risiko">Brustkrebs-Vorsorge: Lebensretter oder Risiko?</a> (4. Oktober 2012)</li><li><a title="Das nächste Kapitel in der Geschichte des BHs?" href="http://www.medizin-transparent.at/das-nachste-kapitel-in-der-geschichte-des-bhs">Das nächste Kapitel in der Geschichte des BHs?</a> (15. Mai 2013)</li><li><a title="Prostatakrebs: Abwarten oder operieren?" href="http://www.medizin-transparent.at/prostatakrebs-abwarten-oder-operieren">Prostatakrebs: Abwarten oder operieren?</a> (27. November 2012)</li><li><a title="Brustkrebs durch Deos?" href="http://www.medizin-transparent.at/brustkrebs-durch-deos">Brustkrebs durch Deos?</a> (25. Januar 2012)</li><li><a title="Brustkrebs-Früherkennung ab 40 &#8211; Nutzen oder Schaden?" href="http://www.medizin-transparent.at/brustkrebs-fruherkennung-ab-40-nutzen-oder-schaden">Brustkrebs-Früherkennung ab 40 &#8211; Nutzen oder Schaden?</a> (10. November 2011)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Lostumbo ua. (2010)</strong><br />
<em>Studientyp:</em><span class="domtooltips"><span class="domtooltips">Systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span> der <span class="domtooltips">Cochrane Collaboration<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein weltweites Netzwerk von WissenschaftlerInnen und ÄrztInnen, das systematische Übersichtsarbeiten (Reviews) zur Wirkung medizinischer Behandlungen veröffentlicht. Die Mitglieder durchforsten Fachzeitschriften und andere Quellen nach Studien im jeweiligen Interessengebiet. Medizin-Transparent arbeitet eng mit der Österreichischen Cochrane-Zweigstelle (www.cochrane.at) zusammen.</span></span><br />
<em>eingeschlossene Studien:</em> 39 Beobachtungsstudien<br />
<em>Teilnehmerinnen insgesam:</em>7384, 3727 davon hatten eine präventive Brustentfernung<br />
<em>Fragestellung:</em> Wie wirksam ist die präventive Brustentfernung gegen Brustkrebs?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Prophylactic mastectomy for the prevention of breast cancer<br />
Lostumbo L, Carbine NE, Wallace J. Prophylactic mastectomy for the prevention of breast cancer. Cochrane Database of Systematic Reviews 2010, Issue 11. Art. No.: CD002748.</p>
<p>(<a title="Zum Volltext der Übersichtsarbeit" href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/14651858.CD002748.pub3/abstract">Volltext der Übersichtsarbeit</a>)</p>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2] Domchek ua (2010)</strong><br />
<em>Studientyp:</em>prospektive <span class="domtooltips">Kohortenstudie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span><br />
<em>Teilnehmerinnnen: </em> 2482 Frauen mit BRCA 1 / 2 Mutation<br />
<em>Fragestellung:</em> Effekte von risiko-reduzierenden chirurgischen Eingriffen auf das Krebsrisiko und die Mortalität bei Frauen mit BRCA 1 /2 Mutation<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Domchek SM, Friebel TM, Singer CF, Evans DG, Lynch HT, Isaacs C, Garber JE,<br />
Neuhausen SL, Matloff E, Eeles R, Pichert G, Van t&#8217;veer L, Tung N, Weitzel JN,<br />
Couch FJ, Rubinstein WS, Ganz PA, Daly MB, Olopade OI, Tomlinson G, Schildkraut<br />
J, Blum JL, Rebbeck TR. Association of risk-reducing surgery in BRCA1 or BRCA2<br />
mutation carriers with cancer risk and mortality. JAMA. 2010 Sep 1;304(9):967-75.</p>
<p>(<a title="Zum Volltext der Studie" href="http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=186510">Volltext der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref3"></a><strong>[3] Passaperuma (2012)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> prospektive <span class="domtooltips">Kohortenstudie<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span><br />
<em>Teilnehmerinnen:</em>496 Frauen mit BRCA 1 /2 Mutation, 380 davon ohne vorherigen Brustkrebs<br />
<em>Fragestellung:</em> Ergebnis eines MRI-Screeningprogramms bei Frauen mit BRCA 1/2 Mutation?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> :Zwei der Autoren verdienen an MRI-Technologie mit</p>
<p>Passaperuma K, Warner E, Causer PA, Hill KA, Messner S, Wong JW, Jong RA,<br />
Wright FC, Yaffe MJ, Ramsay EA, Balasingham S, Verity L, Eisen A, Curpen B,<br />
Shumak R, Plewes DB, Narod SA. Long-term results of screening with magnetic<br />
resonance imaging in women with BRCA mutations. Br J Cancer. 2012 Jun<br />
26;107(1):24-30.</p>
<p>(<a title="Zur Zusammenfassung der Studie" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22588560">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<h3>Weitere wissenschaftliche Quellen</h3>
<p><a name="refa"></a><strong>[a] Text von Angelina Jolie in der NYT</strong><br />
(<a title="NYT" href="http://www.nytimes.com/2013/05/14/opinion/my-medical-choice.html?smid=fb-share&amp;_r=1&amp;">NYT</a>)</p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/das-paradox-der-brustentfernung/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hilfe bei Burnout</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/hilfe-bei-burnout</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/hilfe-bei-burnout#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 May 2013 08:36:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Kerschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Körper & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Mentale Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3462</guid>
		<description><![CDATA[Bis zur Erschöpfung verausgabt: Wer an Burnout leidet, brauche eine Psychotherapie, schreibt Die Presse. Doch hilft die? Und wenn ja, welche der zahlreichen Therapierichtungen? &#160; &#160; &#160; Zeitungsartikel: Deutschland: Die Kasse zahlt, die Hürden bleiben 15. 9. 2012, Die Presse) Frage: Hilft Psychotherapie bei Burnout? Antwort: Von den Psychotherapierichtungen gibt es nur für die Kognitive [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3463" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/hilfe-bei-burnout"><img src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/2013-05-17_Burnout_200x135.jpg" title="&copy;iStockphoto.com/melking" alt="Stress kann zu Burnout führen" width="200" height="135" class="size-full wp-image-3463" /></a><p class="wp-caption-text">Stress kann zu Burnout führen</p></div>
<p>Bis zur Erschöpfung verausgabt: Wer an Burnout leidet, brauche eine Psychotherapie, schreibt <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1290646/Deutschland_Die-Kasse-zahlt-die-Huerden-bleiben">Die Presse</a>. Doch hilft die? Und wenn ja, welche der zahlreichen Therapierichtungen?<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<p><span id="more-3462"></span><br />
&nbsp;</p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a title="zum Artikel auf nachrichten.at" href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1290646/Deutschland_Die-Kasse-zahlt-die-Huerden-bleiben">Deutschland: Die Kasse zahlt, die Hürden bleiben</a> 15. 9. 2012, Die Presse)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Hilft Psychotherapie bei Burnout?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Von den Psychotherapierichtungen gibt es nur für die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) Hinweise auf eine mögliche  Wirksamkeit bei Burnout. Für andere Psychotherapieformen ist die wissenschaftliche Beweislage unklar oder nicht vorhanden.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img class="alignnone size-full wp-image-361" title="Information zur Bewertung..." alt="" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/orange_button.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"><a href="http://www.medizin-transparent.at/ueber/bewertungskriterien"><img class="size-full wp-image-320" title="Information zur Wirksamkeit..." alt="" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/accept1.png" width="32" height="32" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Niedrige</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td>für die <em> Wirksamkeit von VKT</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Ständiger Zeitdruck und Überforderung, Konflikte mit Arbeitskollegen, aber auch extrem hohe Einsatzbereitschaft und die Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse zugunsten der Arbeit – all dies kann psychisch krank machen. Auf Englisch heißt das Phänomen „Burnout“: gemeint ist das Gefühl der Erschöpfung, Leere und des Ausgebrannt Seins als Langzeitfolge von Stress. </p>
<p>Was können Betroffene tun? Kann eine Psychotherapie langfristige Hilfe bringen? Und wenn ja, welche Art von Psychotherapie?</p>
<h2>Kognitive Verhaltenstherapie vielversprechend</h2>
<p>Psychotherapeutische Richtungen gibt es unzählige, doch nur wenige wurden auch auf ihre Wirksamkeit bei Burnout überprüft. Der Großteil der Studien zur Behandlung von Burnout-Symptomen befasst sich mit der Kognitiven Verhaltenstherapie. In etwa 20 Sitzungen über vier bis fünf Monaten versucht ein Therapeut, negative Verhaltensmuster und Gedanken des Patienten über sich und seine Umgebung zum Positiven zu verändern. Die Kindheit bleibt dabei ausgespart, Therapeut und Patient kümmern sich um die Lösung der Probleme im Hier und Jetzt <a href="#ref1">[1]</a>.</p>
<p>Einer systematischen Übersichtsarbeit zufolge <a href="#ref1">[1]</a> scheint Kognitive Verhaltenstherapie die Folgen von dauerhaftem Stress längerfristig lindern zu  können. Ein Großteil der Studien zeigt eine Besserung auch nach sechs oder mehr Monaten. Auch in Kombination mit Entspannungstechniken und Physiotherapie fanden Forscher bei belasteten Krankenschwestern und Ärzten eine deutliche Besserung <a href="#ref1">[1]</a>. Eingeschränkt wird die Aussagekraft der Studien allerdings durch die sehr unterschiedlichen Definitionen von Burnout.</p>
<p>Besonders vielversprechend dürfte die Kombination von Kognitiver Verhaltenstherapie mit Maßnahmen am Arbeitsplatz direkt sein. So könnte das zusätzliche Einbinden von Arbeitsmedizinern und Vorgesetzten der Betroffenen Zeitdruck am Arbeitsplatz und das Arbeitsklima verbessern &#8211;  und so in Summe Burnout stärker verringern als Kognitive Verhaltenstherapie alleine <a href="#ref1">[1]</a>. </p>
<h2>Wirksamkeit anderer Therapien unklar</h2>
<p>Andere Therapien sind zu wenig untersucht, um ihre Wirksamkeit bestätigen oder ausschließen zu können. So ist etwa die Studienlage zu Stressmanagementtraining uneinheitlich und widersprüchlich <a href="#ref1">[1]</a>. Auch zur Musiktherapie gibt es gegensätzliche Ergebnisse. Es gibt zwar Studien, die auf eine Verringerung der Burnout-Symptome hinweisen, diese sind aber von minderer Qualität. Eine zusammenfassende Beurteilung der Wirksamkeit von Musiktherapie ist daher nicht möglich <a href="#ref1">[1]</a>.</p>
<p>Für die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen fanden die Verfasser der systematischen Übersichtsarbeit <a href="#ref1">[1]</a> keine geeigneten Studien. Physiotherapie zeigte in einer Studie nach sechs oder zwölf Monaten keine besseren Erfolge als eine Standardbehandlung. Für eine klare Einschätzung wären jedoch mehr Studien nötig. Auch für Qigong-Therapie ist die Wirksamkeit unklar. </p>
<h2>Schwammige Diagnose erschwert Behandlung</h2>
<p>Welche Symptome Burnout konkret ausmachen, ist alles andere als eindeutig – ein Umstand, der die gezielte Erforschung genauso erschwert wie die Therapie. Auch wie viele Menschen tatsächlich betroffen sind, ist unklar <a href="#ref2">[2]</a>. Laut der Diagnoseklassifikation der Weltgesundheitsorganisation (International Classification of Diseases, ICD) ist Burnout keine eigenständige Krankheit, sondern lediglich eine Zusatzdiagnose. Die Definition der Krankheit unterscheidet sich daher je nach Arzt oder Forscher und erschwert die Interpretation von Studienergebnissen gehörig.</p>
<p>Einig sind sich Fachleute jedenfalls, dass die Beschwerden als Folge von belastenden Tätigkeiten auftreten – etwa im Beruf oder bei der Pflege von Angehörigen. Zumindest drei Beschwerdebereiche gelten als Anzeichen für ein Burnout-Syndrom: Betroffene sind emotional erschöpft, fühlen sich ihrer Arbeit gegenüber abgestumpft und entfremdet und sind weniger leistungsfähig als früher. Daneben können aber auch körperliche Beschwerden wie Schmerzen und Magen-Darm-Probleme auftreten <a href="#ref2">[2]</a>.</p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">B. Kerschner, J. Wipplinger, M. Flamm</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/hilfe-bei-burnout&#038;t=Hilfe+bei+Burnout"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" alt="auf Facebook teilen" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Hilfe+bei+Burnout+http%3A%2F%2Fis.gd%2FyztHMc"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" alt="auf Twitter teilen" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Meditieren gegen Stress" href="http://www.medizin-transparent.at/meditieren-gegen-stress">Meditieren gegen Stress</a> (8. Mai 2013)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Korczak u.a. (2012)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">Systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><br />
<em>Eingeschlossene Studien:</em> 17 (davon 4 Übersichtsarbeiten und 8 <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span>)<br />
<em>Fragestellung:</em> Wirksamkeit von Therapieformen bei Burnout<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben.</p>
<p>Korczak D, Wastian M, Schneider M. Therapy of the burnout syndrome. GMS Health Technol Assess. 2012;8:Doc05. (<a href="http://www.egms.de/static/en/journals/hta/2012-8/hta000103.shtml" title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>) (<a href="http://portal.dimdi.de/de/hta/hta_berichte/hta332_bericht_de.pdf" title="zum vollständigen Bericht (PDF-Datei)">Vollständiger Bericht auf Deutsch</a>) </p>
<h3>Weitere wissenschaftliche Quellen</h3>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) (2013).</strong> Was ist ein Burnout-Syndrom?  Abgerufen auf <a href="http://www.gesundheitsinformation.de/was-ist-ein-burnout-syndrom.1034.de.html">http://www.gesundheitsinformation.de/was-ist-ein-burnout-syndrom.1034.de.html</a></p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/hilfe-bei-burnout/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das nächste Kapitel in der Geschichte des BHs?</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/das-nachste-kapitel-in-der-geschichte-des-bhs</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/das-nachste-kapitel-in-der-geschichte-des-bhs#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 05:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg Wipplinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[BH]]></category>
		<category><![CDATA[Brust]]></category>
		<category><![CDATA[Brustschmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[Busen]]></category>
		<category><![CDATA[Büstenhalter]]></category>
		<category><![CDATA[Mastalgia]]></category>
		<category><![CDATA[Menstruation]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[Zyklus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3452</guid>
		<description><![CDATA[Wird es wieder einmal Zeit für die öffentliche Verbrennung von Büstenhaltern? Ein französischer Forscher hat in einer Studie herausgefunden, dass BHs ihren Trägerinnen nicht nützen und die ganze Medienwelt berichtet darüber. Dabei ist die Studie noch nicht einmal veröffentlich, alle Berichte stützen sich auf ein Interview. Zeitungsartikel: Arzt hält Tragen von BHs für unnütz bis [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3454" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/das-nachste-kapitel-in-der-geschichte-des-bhs"><img class="size-full wp-image-3454" title="iStock/Rudyanto Wijaya" alt="iStock/Rudyanto Wijaya" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/iStock_Rudyanto-Wijaya.jpg" width="200" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Sinnvolle Stütze?</p></div>
<p>Wird es wieder einmal Zeit für die öffentliche Verbrennung von Büstenhaltern? Ein französischer Forscher hat in einer Studie herausgefunden, dass BHs ihren Trägerinnen nicht nützen und die ganze Medienwelt berichtet darüber. Dabei ist die Studie noch nicht einmal veröffentlich, alle Berichte stützen sich auf ein Interview.</p>
<p><span id="more-3452"></span></p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a href="http://www.salzburg.com/nachrichten/wissen/sn/artikel/arzt-haelt-tragen-von-bhs-fuer-unnuetz-bis-schaedlich-54624/">Arzt hält Tragen von BHs für unnütz bis schädlich</a> (12.4.2013, Salzburger Nachrichten),</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Bringt das Nicht-Tragen von Büstenhaltern medizinische Vorteile?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Ob das Nicht-Tragen von BHs medizinische Vorteile mit sich bringt, kann mangels Studien nicht beantwortet werden. Einige Studien weisen darauf hin, dass Büstenhalter Brustschmerzen verhindern können, die Arbeiten sind allerdings methodisch schwach und haben so gut wie keine Aussagekraft.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Unzureichende</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td><em><br />
</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Sportmediziner Jean-Denis Rouillon spricht in einem Interview über eine Studie, in der er angeblich nachgewiesen hat, dass BHs nichts nützen, sondern eventuell sogar schaden<a href="#refa"> [a]</a>. Das Gewebe leiere durch die ständige Unterstützung aus und werde schwach. Ob das ein medizinisches Problem sein könnte, wird aber nicht genauer erörtert.</p>
<p>Das Thema ist zu verlockend, obwohl die Studie noch nicht veröffentlicht ist, berichten Medien auf der ganzen Welt darüber. Über die Aussagekraft einer nicht veröffentlichten Studie, lässt sich trefflich spekulieren, aber nicht auf einer Plattform, die der evidenzbasierten Medizin verpflichtet ist – wir haben also nach anderen Studien zu dieser Fragestellung gesucht und eine Arbeit dazu gefunden: 1990 wurde in Japan an elf Frauen untersucht, wie sich das konsequente Tragen eines stark stützenden BHs auswirkt<a href="#ref1"> [1]</a>. Das Ergebnis geht tatsächlich in die Richtung, die im Interview des französischen Forschers anklingt: Nach drei Monaten sind die Brüste stärker nach unten hängend und etwas weiter auseinander, im Schnitt um 0,6 Zentimeter. Doch schon allein aufgrund der geringen Teilnehmerinnenzahl ist die Aussagekraft der Studie gering. Zudem wurden außer dem Körpergewicht keine anderen denkbaren Einflussfaktoren berücksichtigt, beispielsweise wurde der Hormonstatus der Frauen bei den jeweiligen Messungen nicht erhoben. Eine Formveränderung durch einen BH ist nicht nachgewiesen, dafür existieren Hinweise auf die Nützlichkeit einer passenden Unterstützung.</p>
<h2>Hilfreich bei Schmerzen</h2>
<p>Bis zu 70 Prozent der Frauen sind irgendwann in ihrem Leben von Brustschmerzen betroffen,wobei zwischen zyklischen und nicht-zyklischen Schmerzen unterschieden wird. Die zyklischen Brustschmerzen können im Zusammenhang mit Hormonschwankungen im Laufe des Menstruationszyklus stehen. Die Schmerzen sind meist beidseitig. Auch die Antibabypille und die Hormonersatztherapie nach der Menopause kommen als Ursachen in Frage, ebenso wie entzündliche Prozesse<a href="#refb"> [b]</a>.<br />
Der Schmerz löst oft die Angst vor Brustkrebs aus, als wichtigste Behandlungsmethode hat sich tatsächlich Beruhigung und Aufklärung erwiesen, was bei 70 Prozent der Patientinnen bereits zu einer Verbesserung führt <a href="#ref2">[2]</a>. Als das nächste wirksame Mittel empfehlen kanadische Guidelines einen gut passender BH. Wobei diese Empfehlung auf nur zwei Studien basiert <a href="#ref3">[3]</a><a href="#ref4">[4]</a>. In einer Arbeit von 1976<a href="#ref3"> [3]</a> bekamen 114 Frauen mit Brustschmerzen einen gut passenden BH zu tragen –dafür standen immerhin 144 Größen zur Verfügung. Bei knapp einem Drittel der Frauen verschwanden innerhalb von 18 Monaten die Schmerzen vollständig, bei weiteren 49 trat eine deutliche Verbesserung ein. Allerdings fehlte in der Studie eine Vergleichsgruppe, es wurde keine statistische Analyse durchgeführt und es wurden nur wenige andere Faktoren mit berücksichtigt. Daher ist unklar, ob es nicht auch ohne BHs zu einer Besserung gekommen wäre.<br />
Die zweite Studie verglich die Wirksamkeit von Sport-BHs mit der Wirksamkeit von einem Medikament<a href="#ref4"> [4]</a>. Jeweils 100 Frauen mit Brustschmerzen wurden für zwölf Wochen entweder mit dem Hormonpräparat Danazol behandelt oder erhielten passende Sport-BHs. Zwar berichteten alle Frauen in der BH-Gruppe anfänglich über mangelnden Komfort, doch eine Besserung trat bei 85 Prozent der Patientinnen ein, in der Danazol-Gruppe waren es 58 Prozent. Da auch diese Studie ähnliche schwere Mängel aufweist, ist die Beweislage für eine positive Wirkung auch nur gering.</p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">J. Wipplinger, B. Kerschner, C. Christof</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/das-nachste-kapitel-in-der-geschichte-des-bhs&#038;t=Das+n%C3%A4chste+Kapitel+in+der+Geschichte+des+BHs%3F"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" alt="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Das+n%C3%A4chste+Kapitel+in+der+Geschichte+des+BHs%3F+http%3A%2F%2Fis.gd%2FYxqm1I"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" alt="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Das Paradox der Brustentfernung" href="http://www.medizin-transparent.at/das-paradox-der-brustentfernung">Das Paradox der Brustentfernung</a> (21. Mai 2013)</li><li><a title="Schwungvoll in die Schmerzfreiheit?" href="http://www.medizin-transparent.at/schwungvoll-in-die-schmerzfreiheit">Schwungvoll in die Schmerzfreiheit?</a> (13. Juni 2013)</li><li><a title="Mesotherapie: Sticheleien gegen den Schmerz" href="http://www.medizin-transparent.at/mesotherapie-sticheleien-gegen-den-schmerz">Mesotherapie: Sticheleien gegen den Schmerz</a> (6. Juni 2013)</li><li><a title="Sex statt Kopfwehtablette" href="http://www.medizin-transparent.at/sex-statt-kopfwehtablette">Sex statt Kopfwehtablette</a> (2. April 2013)</li><li><a title="Mit Muskelkraft gegen Rückenschmerzen" href="http://www.medizin-transparent.at/mit-muskelkraft-gegen-rueckenschmerzen">Mit Muskelkraft gegen Rückenschmerzen</a> (19. März 2013)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Ashizawa ua. (1990)</strong><br />
<em>Studientyp:</em>Einzelstudie<br />
<em>Teilnehmer:</em>elf Frauen zwischen 22 und 39 Jahren<br />
<em>Fragestellung:</em> Verändert ein BH die Brustform?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Ashizawa K, Sugane A, Gunji T. Breast form changes resulting from a certain<br />
brassière. J Hum Ergol (Tokyo). 1990 Jun;19(1):53-62.<br />
(<a title="zur Zusammenfassung der Studie" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2092072?dopt=Abstract">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2] Rosolowich ua (2006)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Guidelines zur Bekämpfung von Brustschmerzen<br />
<em>Fragestellung:</em> Welche Behandlungsformen wirken gegen zyklische und nicht-zyklische Brustschmerzen?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Rosolowich V, Saettler E, Szuck B, Lea RH, Levesque P, Weisberg F, Graham J,<br />
McLeod L, Rosolowich V; Society of Obstetricians and Gynecologists of Canada<br />
(SOGC). Mastalgia. J Obstet Gynaecol Can. 2006 Jan;28(1):49-71;<br />
(<a title="zur Zusammenfassung der Studie" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16533457">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref3"></a><strong>[3] Wilson, Sellwood (1976)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Einzelstudie<br />
<em>Teilnehmer:</em> 114, wobei nur die Ergebnisse von 100 ausgewertet wurden<br />
<em>Fragestellung:</em> Die therapeutische Wirksamkeit von Sport-BHs gegen Brustschmerzen<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> : Die BHs wurden vom Hersteller zur Verfügung gestellt</p>
<p>Wilson MC, Sellwood RA. Therapeutic value of a supporting brassière in<br />
mastodynia. Br Med J. 1976 Jul 10;2(6027):90.<br />
(<a title="Studie im Volltext" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1687763/pdf/brmedj00525-0028.pdf">Studie im Volltext</a>)</p>
<p><a name="ref4"></a><strong>[4] Hadi (2000)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Einzelstudie<br />
<em>Teilnehmer:</em> 200 Frauen mit Brustschmerzen<br />
<em>Fragestellung:</em> Vergleich der Wirksamkeit von Danazol und Sport-BHs bei Brustschmerzen<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> : keine angegeben</p>
<p>Hadi MS. Sports Brassiere: Is It a Solution for Mastalgia? Breast J. 2000<br />
Nov;6(6):407-409.</p>
<p>(<a title="Zur Zusammenfassung der Studie" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11348400">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<h3>Weitere wissenschaftliche Quellen</h3>
<p><a name="refa"></a><strong>[a] Interview mit dem französischen Forscher Jean-Denis Rouillon (Audiodatei)</strong><br />
(<a title="Interview" href="http://sciences-en-culture.univ-fcomte.fr/pages//fr/soutien-gorge---en-porter-ou-pas---16519.html">Interview</a>)</p>
<p><a name="refb"></a><strong>[b] Uptodate über Brustschmerzen</strong><br />
(<a title="uptodate" href="http://www.uptodate.com/contents/breast-pain?source=search_result&#038;search=mastodynia&#038;selectedTitle=1~84#H9">uptodate</a>)</p>
<p><strong> Mason ua. (1999)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Einzelstudie mit Bewegungsanalysen<br />
<em>Teilnehmer:</em> drei sportliche Frauen<br />
<em>Fragestellung:</em>Schützt ein Sport-BH bei sportlicher Aktivität vor Brustschmerzen?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> : keine angegeben</p>
<p>Mason BR, Page KA, Fallon K. An analysis of movement and discomfort of the<br />
female breast during exercise and the effects of breast support in three cases. J<br />
Sci Med Sport. 1999 Jun;2(2):134-44<br />
(<a title="Zur Zusammenfassung der Studie" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10476977">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/das-nachste-kapitel-in-der-geschichte-des-bhs/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schützt Sport das Gehirn vor Alkoholschäden?</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/schutzt-sport-das-gehirn-vor-alkoholschaden</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/schutzt-sport-das-gehirn-vor-alkoholschaden#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 May 2013 08:56:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Kerschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurologische Erkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[geistige Leistungsfähigkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3428</guid>
		<description><![CDATA[Ausdauersport soll Alkoholschäden im Gehirn entgegenwirken und die geistige Leistungsfähigkeit steigern. Das berichtet ein Artikel bei VorarlbergOnline. Die wissenschaftliche Beweislage dafür ist aber dürftig. &#160; &#160; &#160; &#160; Zeitungsartikel: Nach Trinkgelage: Sport repariert Gehirnzellen (18.4.2013, VorarlbergOnline) Frage: Kann Sport durch Alkoholkonsum beeinträchtigte geistige Leistungsfähigkeit verbessern? Antwort: Es gibt nur zwei Studien, die sich mit diesem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3432" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/schutzt-sport-das-gehirn-vor-alkoholschaden"><img src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/2013-05-13_Sport+Alkohol_200x133.jpg" title="&copy;iStockphoto.com/DNY59" alt="Alkohol schädigt das Gehirn" width="200" height="133" class="size-full wp-image-3432" /></a><p class="wp-caption-text">Alkohol schädigt das Gehirn</p></div>
<p>Ausdauersport soll Alkoholschäden im Gehirn entgegenwirken und die geistige Leistungsfähigkeit steigern. Das berichtet ein Artikel bei VorarlbergOnline. Die wissenschaftliche Beweislage dafür ist aber dürftig.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<span id="more-3428"></span><br />
&nbsp;</p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a href="http://www.vol.at/nach-trinkgelage-sport-repariert-gehirnzellen/3550362">Nach Trinkgelage: Sport repariert Gehirnzellen</a> (18.4.2013, VorarlbergOnline)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Kann Sport durch Alkoholkonsum beeinträchtigte geistige Leistungsfähigkeit verbessern?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Es gibt nur zwei Studien, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Nur eine untersucht die Problematik am Menschen, und das ist nur eine kleine Pilotstudie. Ob Sport alkoholbedingte Gehirnschäden verringert ist nicht geklärt.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Unzureichende</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td><em><br />
</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Dass sich Alkohol auf den Körper auswirkt, weiß wahrscheinlich jeder. Doch die Frage ist: Was genau stellt Alkohol mit unseren Gehirnen an? Zerstört Alkoholkonsum wirklich unsere Gehirnzellen? Und wenn ja, ist die Schädigung dann irreversibel? Oder kann sie durch sportliche Betätigung rückgängig gemacht werden? </p>
<h2>Alkohol lässt Hirnmasse schwinden</h2>
<p>Bisherige Forschungen legten bereits die schädigende Wirkung von Alkohol auf die weiße Gehirnsubstanz dar. Diese liegt im Inneren des Gehirns und besteht aus Nervenbahnen, über die verschiedene Hirnregionen miteinander kommunizieren. Langjähriger Alkoholmissbrauch führt zu einem Schwund an Hirnmasse im Bereich des Frontalhirns, des Schläfenlappens sowie des Kleinhirns. Sowohl die weiße als auch die graue Hirnsubstanz (die aus Zellkörpern der Nervenzellen besteht) sind davon betroffen. Der Schwund der weißen Substanz lässt sich mit Hilfe bildgebender Hirnscan-Techniken anhand der Hirnventrikel beobachten. Das sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, die bei Verlust an Hirnsubstanz größer werden. Hört ein Betroffener zu trinken auf, bilden sich die beobachtetenVeränderungen zumindest teilweise wieder zurück <a href="#ref6">[6]</a>. Weiters gibt es Hinweise darauf, , dass sich Sport positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken könnte <a href="#ref5">[5]</a>. Der nächste logische Schritt war demnach zu überprüfen, ob es auch einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Fragestellungen gibt.</p>
<p>Damit beschäftigt sich eine neue Studie der University of Colorado an 60 Freiwilligen. Bei Probanden, die in den letzten drei Monaten vermehrt Alkohol getrunken hatten, fanden die Forscher eine Abnahme der weißen Hirnsubstanz. Studienteilnehmer, die zwar viel tranken, aber auch regelmäßig Sport trieben, wiesen keine solche Abnahme auf  <a href="#ref1">[1]</a>. </p>
<h2>Beeinflussung durch Zigaretten und Cannabis?</h2>
<p>Die Wissenschaftler können allerdings nicht ausschließen, dass an dem schädlichen Effekt auf das Gehirn auch der Zigaretten- oder Cannabiskonsum der Studienteilnehmer schuld ist. Denn wenn diese Parameter in die Berechnungen mit einbezogen werden, verschwindet der Unterschied zwischen den Sportlern und den Nicht-Sportlern. Die Ursache für den Unterschied zwischen den beiden Vergleichsgruppen ist daher nicht geklärt.</p>
<p>Ob die Abnahme der weißen Hirnsubstanz gleichzeitig auch mit einer Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit einhergeht,  prüften die Wissenschaftler nicht. Auf keinen Fall gilt: „Trink so viel du magst, solange du Sport machst.“ Durch das Alkoholtrinken werden nicht nur das Gehirn, sondern auch viele andere Organe beeinträchtigt <a href="#ref3">[3]</a><a href="#ref4">[4]</a>. Außerdem untersucht die Studie lediglich Auswirkungen auf einige wenige Regionen des Gehirns.</p>
<h2>Wenig Hintergrundinformation verfälscht Ergebnis</h2>
<p>Die Gehirne der Teilnehmer werden nur zu einem Zeitpunkt untersucht. Es kann also passieren, dass andere Faktoren in das Ergebnis mit einfließen. Beispielsweise ist es denkbar, dass sportliche Personen auch in anderen Bereichen mehr auf ihre Gesundheit achten. So kann sich eine ausgewogene Ernährung positiv auf die Gesundheit des Gehirns auswirken. Umgekehrt nehmen Alkoholiker oft zu wenig Vitamine und Nährstoffe mit der Nahrung auf. Diese Mangelernährung kann über längere Zeit ebenfalls zu Hirnschädigungen führen <a href="#ref6">[6]</a>. Daher wäre es wichtig, andere Ursachen für den Abbau von Hirnmasse auszuschließen und die Teilnehmer der Studie über einen längeren Zeitraum intensiv zu begleiten und zu beobachten. </p>
<h2>These im Test</h2>
<p>Auch an Ratten wurde die Verbindung zwischen Alkoholkonsum, Sport und Gehirnschädigung untersucht. Dabei wurden 37 weibliche Ratten für 14 Tage beobachtet. Im Versuch stellte sich heraus, dass Alkoholkonsum über vier Tage Zellen im Hippocampus zerstört. In dieser Hirnregion findet das Merken neuer Gedächtnisinhalte statt. Übten die Ratten vor der Alkoholaufnahme moderat Sport aus, so wurden weniger Nervenzellen im Hippocampus und den angrenzenden Regionen zerstört. Allerdings können Tierstudien nur sehr eingeschränkt etwas über medizinische Fakten beim Menschen aussagen.</p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">K. Regnat, B. Kerschner, J. Wipplinger, C. Christof</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/schutzt-sport-das-gehirn-vor-alkoholschaden&#038;t=Sch%C3%BCtzt+Sport+das+Gehirn+vor+Alkoholsch%C3%A4den%3F"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" alt="auf Facebook teilen" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Sch%C3%BCtzt+Sport+das+Gehirn+vor+Alkoholsch%C3%A4den%3F+http%3A%2F%2Fis.gd%2F7xBqH6"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" alt="auf Twitter teilen" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Mariendistel zur Leber-Erholung fragwürdig" href="http://www.medizin-transparent.at/mariendistel-zur-leber-erholung-fragwurdig">Mariendistel zur Leber-Erholung fragwürdig</a> (14. Januar 2013)</li><li><a title="Eier und Lecithin für besseres Gedächtnis?" href="http://www.medizin-transparent.at/eier-und-lecithin-fur-besseres-gedachtnis">Eier und Lecithin für besseres Gedächtnis?</a> (19. Juni 2012)</li><li><a title="Anti-Kater-Pille: nur ernüchternder Marketing-Gag" href="http://www.medizin-transparent.at/anti-kater-pille-nur-ernuchternder-marketing-gag">Anti-Kater-Pille: nur ernüchternder Marketing-Gag</a> (2. März 2012)</li><li><a title="Fluoreszierende Hirntumore unter dem Messer" href="http://www.medizin-transparent.at/fluoreszierende-hirntumore-unter-dem-messer">Fluoreszierende Hirntumore unter dem Messer</a> (22. November 2011)</li><li><a title="Ein wenig Alkohol hält schlank &#8211; oder doch nicht?" href="http://www.medizin-transparent.at/ein-wenig-alkohol-halt-schlank-oder-doch-nicht">Ein wenig Alkohol hält schlank &#8211; oder doch nicht?</a> (8. September 2011)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Karoly (2013)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> retrospektive Querschnittstudie<br />
<em>Teilnehmer:</em> 60<br />
<em>Studiendauer:</em> 3 Monate<br />
<em>Fragestellung:</em> Wie beeinflusst Ausdauer- und kardiovaskuläres Training den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und der Integrität der weißen Gehirnsubstanz?<br />
<em>Mögliche Interessenkonflikte:</em> keine Angaben</p>
<p>Karoly HC, Stevens CJ, Thayer RE, Magnan RE, Bryan AD, Hutchison KE. Aerobic Exercise Moderates the Effect of Heavy Alcohol Consumption on White Matter Damage. Alcohol Clin Exp Res. 2013 Apr 2. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23551199" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2] Leasure and Nixon (2010)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Laborversuch an Ratten<br />
<em>Studiendauer:</em> 14 Tage<br />
<em>Teilnehmer:</em> 37 weibliche Ratten<br />
<em>Fragestellung:</em> Einfluss sportlicher Betätigung vor Alkoholvergiftung und der damit verbundene Effekt auf Neurodegeneration.<br />
<em>Mögliche Interessenkonflikte:</em> keine Angaben</p>
<p>Leasure JL, Nixon K. Exercise neuroprotection in a rat model of binge alcohol consumption. Alcohol Clin Exp Res. 2010 Mar 1;34(3):404-14. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2936244/" title="zur Studie in voller Länge">Studie in voller Länge</a>)</p>
<h3>Weitere wissenschaftliche Quellen</h3>
<p><a name="ref3"></a><strong>[3] National Clinical Guideline Centre (UK) (2010).</strong> Alcohol Use Disorders: Diagnosis and Clinical Management of Alcohol-Related Physical Complications [Internet]. London: Royal College of Physicians (UK); 2010. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK65576/" title="zur Leitlinie in voller Länge">Leitlinie in voller Länge</a>) </p>
<p><a name="ref4"></a><strong>[4] Vonghia L, Leggio L, Ferrulli A, Bertini M, Gasbarrini G, Addolorato G (2008).</strong> Alcoholism Treatment Study Group. Acute alcohol intoxication. Eur J Intern Med. 2008 Dec;19(8):561-7. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19046719" title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>) </p>
<p><a name="ref5"></a><strong>[5] Angevaren M, Aufdemkampe G, Verhaar HJJ, Aleman A, Vanhees L. (2008).</strong> Physical activity and enhanced fitness to improve cognitive function in older people without known cognitive impairment. Cochrane Database of Systematic Reviews 2008, Issue 3. Art. No.: CD005381. (<a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/14651858.CD005381.pub3/abstract" title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>) </p>
<p><a name="ref6"></a><strong>[6] Charness ME (2013).</strong> Overview of the chronic neurologic complications of alcohol. In Wilterdink JL (ed.). UpToDate. Abgerufen am 10. 5. 2013 unter<br />
<a href="http://www.uptodate.com/contents/overview-of-the-chronic-neurologic-complications-of-alcohol">http://www.uptodate.com/contents/overview-of-the-chronic-neurologic-complications-of-alcohol</a> </p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/schutzt-sport-das-gehirn-vor-alkoholschaden/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Meditieren gegen Stress</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/meditieren-gegen-stress</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/meditieren-gegen-stress#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 May 2013 14:19:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg Wipplinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atemwege]]></category>
		<category><![CDATA[Körper & Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Mentale Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Autogenes Training]]></category>
		<category><![CDATA[Distress]]></category>
		<category><![CDATA[Entspannung]]></category>
		<category><![CDATA[Konzentration]]></category>
		<category><![CDATA[MBSR]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Tai Chi]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3415</guid>
		<description><![CDATA[Stress ist nicht grundsätzlich ungesund, aber auf Dauer unangenehm bis schädigend. Laut den Oberösterreichischen Nachrichten ist Meditation das Beste gegen Stress. Für eine so starke Ansage sind die Belege allerdings nicht überwältigend. Zeitungsartikel: Meditieren ist das Beste gegen Stress (24. 4. 2013, nachrichten.at) Frage: Hilft Meditation gegen Stress? Antwort: Verschiedene Formen von Meditation scheinen sowohl [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3421" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/meditieren-gegen-stress"><img class="size-full wp-image-3421" title="iStock/ AnnaOmelchenko" alt="iStock_/AnnaOmelchenko" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/iStock_-AnnaOmelchenko.jpg" width="200" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">Liegt in der Ruhe die Kraft?</p></div>
<p>Stress ist nicht grundsätzlich ungesund, aber auf Dauer unangenehm bis schädigend. Laut den <a title="OÖN" href="http://www.nachrichten.at/ratgeber/gesundheit/Meditieren-ist-das-Beste-gegen-Stress;art114,1105692" target="_blank">Oberösterreichischen Nachrichten</a> ist Meditation das Beste gegen Stress. Für eine so starke Ansage sind die Belege allerdings nicht überwältigend.</p>
<p><span id="more-3415"></span></p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a title="zum Artikel auf nachrichten.at" href="http://www.nachrichten.at/ratgeber/gesundheit/Meditieren-ist-das-Beste-gegen-Stress;art114,1105692">Meditieren ist das Beste gegen Stress</a> (24. 4. 2013, nachrichten.at)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Hilft Meditation gegen Stress?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Verschiedene Formen von Meditation scheinen sowohl bei Gesunden als auch bei Menschen mit psychischen Erkrankungen Stress lindern zu können. Studien dazu sind zahlreich, die Qualität der Studien ist jedoch durchgehend unzufriedenstellend.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img class="alignnone size-full wp-image-361" title="Information zur Bewertung..." alt="" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/orange_button.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"><a href="http://www.medizin-transparent.at/ueber/bewertungskriterien"><img class="size-full wp-image-320" title="Information zur Wirksamkeit..." alt="" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/accept1.png" width="32" height="32" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Niedrige</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td>für die <em> Wirksamkeit</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die wohl umfassendste Studie zu den Wirkungen von Meditation wurde im Auftrag des amerikanischen Gesundheitsministeriums erstellt<a href="#ref1"> [1]</a>. Ein Forscherteam der Universität von Alberta fasste darin im Jahr 2007 auf über 470 Seiten den Stand des Wissens zusammen. Das dicke Papier förderte eine erstaunlich dünne Datenlage zu Tage: Zwar konnten 813 Studien in die Übersichtsarbeit eingeschlossen werden, aber die zusammengefassten Ergebnisse liefern nur wenig Substanz. Die positiven Wirkungen sind: Einige Formen der Meditation helfen den Blutdruck zu senken, Yoga reduziert Stress und auch bei Gesunden erzielen manche Meditationsarten signifikante Veränderungen, sowohl neurobiologischer als auch physiologischer Art. Alle Ergebnisse basieren jedoch auf methodisch äußerst schwachen Studien und sind daher alles andere als gesichert.</p>
<p>Entsprechend war eine der Forderungen der Autoren, dass zu Meditation mehr und qualitativ besser geforscht werden sollte. Eine Forderung, die nur unzureichend erfüllt wurde, wie der Blick auf aktuellere systematische Übersichtsarbeiten offenbart: Beispielsweise publizierten 2010 die Forscher Chiesa und Serretta eine Studie zu den neurobiologischen und klinischen Wirkungen von achtsamkeitsbasierter Meditation <a href="#ref2">[2]</a> – auch sie kommen aufgrund der schwachen Studien zu keinem eindeutigen Ergebnis. Zwar wird eine Stressreduktion bei Gesunden gezeigt, nicht jedoch, ob diese tatsächlich auf die Behandlung zurückzuführen ist. Die 52 eingeschlossenen Studien haben nämlich grobe Mängel, wie zu wenig Teilnehmer und vor allem keine geeigneten Vergleichsgruppen. Übersichtsarbeiten zu Meditation und Bluthochdruck <a href="#ref3">[3]</a> oder zu Stressmanagementprogrammen für Medizinstudenten<a href="#ref4"> [4]</a> kommen zu ähnlichen Schlüssen. Erstere findet in einer <span class="domtooltips">Meta-Analyse<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Fragestellung zusammen nimmt und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis errechnet.</span></span> eine kleine dauerhafte Senkung des Blutdrucks durch Meditation. Die ist jedoch einerseits wahrscheinlich zu gering, um für die Patienten eine Rolle zu spielen und andererseits verschwindet der Effekt, wenn nur jene Studien analysiert werden, bei denen es eine Vergleichsgruppe mit einer Scheinbehandlung gab.</p>
<h2>Gut, besser, am besten?</h2>
<p>Die Autoren einer Übersichtsarbeit zu achtsamkeitsbasierter Stressreduktion<a href="#ref5"> [5]</a> schreiben in ihrem Resümee, dass diese Therapieform die mentale Gesundheit verbessert, sowohl bei Gesunden als auch bei einigen Patienten mit psychischen Erkrankungen. Aber auch sie kritisieren die Qualität der zugrundeliegenden Studien und auch die Übersichtsarbeit selbst ist nicht einwandfrei, sondern hat beispielsweise Mängel bei der Auswahl der einzuschließenden Studien.</p>
<p>Die im Zeitungsartikel der Oberösterreichischen Nachrichten aufgestellten Behauptungen werden tatsächlich von Studien gestützt <a href="#ref1">[1]</a><a href="#ref5">[5]</a>. Durch die schlechte Qualität der Studien ist die Wirksamkeit von Meditation jedoch in keinem Punkt gut abgesichert. Vor allem fehlt der Vergleich mit anderen Behandlungsformen – so lässt sich nicht sagen, ob Meditation „das Beste“ ist.</p>
<h2>Nicht für alle</h2>
<p>Die besten Resultate werden in jenen Studien erzielt, bei denen sich die Teilnehmer aktiv für die Meditation entscheiden, also nicht in eine Gruppe eingeteilt werden <a href="#ref5">[5]</a>. Das verzerrt die Ergebnisse, weil die Einteilung in Behandlungs- und Kontrollgruppe zufällig passieren sollte, aber es zeigt auch, dass bei aktiven Therapien die Motivation der Teilnehmer entscheidend ist. Wer nicht meditieren will, wird weniger von Meditation profitieren. Die positiven Studienergebnisse lassen sich also am ehesten auf jene Menschen verallgemeinern, die an Meditation interessiert sind.</p>
<h2>Hintergrund: Subjekt und Objekt auflösen</h2>
<p>Es gibt keine einheitliche Definition, was genau Meditation eigentlich ist. Für die sehr umfassende Arbeit von 2007<a href="#ref1"> [1]</a> musste extra ein Expertengremium genaue Kriterien definieren, nach denen die Einzelstudien aufgenommen wurden.<br />
Meditation hat spirituelle und religiöse Wurzeln in vielen Kulturen weltweit. Einige Formen haben sich von diesem Hintergrund weitestgehend verabschiedet und sich zu rein psychologischen und psychotherapeutischen Übungen gewandelt, was sie auch für weniger spirituelle Menschen öffnet. Entspannung, Achtsamkeit und Konzentration werden geübt, der Geist soll zur Ruhe kommen. In der Philosophie wird davon gesprochen, die Trennung von Subjekt und Objekt aufzulösen und eine Perspektive einzunehmen, die ganz dem Hier und Jetzt gilt <a href="#refa">[a]</a>.</p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">J. Wipplinger, B. Kerschner, C. Christof</a></p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/meditieren-gegen-stress&#038;t=Meditieren+gegen+Stress"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" alt="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Meditieren+gegen+Stress+http%3A%2F%2Fis.gd%2FvR7V9o"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" alt="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Hilfe bei Burnout" href="http://www.medizin-transparent.at/hilfe-bei-burnout">Hilfe bei Burnout</a> (17. Mai 2013)</li><li><a title="Rückenschmerzen besänftigen: Hoffnung Yoga" href="http://www.medizin-transparent.at/ruckenschmerzen-besanftigen-hoffnung-yoga">Rückenschmerzen besänftigen: Hoffnung Yoga</a> (8. November 2011)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Ospina u.a. (2007)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Systematische Übersichtsarbeitund mehrere <span class="domtooltips">Meta-Analysen<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Fragestellung zusammen nimmt und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis errechnet.</span></span><br />
<em>Eingeschlossene Studien:</em> 813<br />
<em>Fragestellung:</em> <span class="domtooltips">Evidenz<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none"><em></em>meint die Gesamtheit der wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnisse zu einer klinischen Fragestellung.</span></span> für die Wirkung von Meditation<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Ospina MB, Bond K, Karkhaneh M, Tjosvold L, Vandermeer B, Liang Y, Bialy L,<br />
Hooton N, Buscemi N, Dryden DM, Klassen TP. Meditation practices for health:<br />
state of the research. Evid Rep Technol Assess (Full Rep). 2007 Jun;(155):1-263.<br />
(<a title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17764203">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>)</p>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2] Chiesa, Serretti (2010)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">Systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><br />
<em>Eingeschlossene Studien:</em> 52<br />
<em>Fragestellung:</em> Neurobiologische und klinische Effekte von achtsamkeitsbasierter Meditation<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte: keine angegeben.</em></p>
<p>Chiesa A, Serretti A. A systematic review of neurobiological and clinical<br />
features of mindfulness meditations. Psychol Med. 2010 Aug;40(8):1239-52.<br />
(<a title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19941676">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>)</p>
<p><a name="ref3"></a><strong>[3] Dickinson u.a. (2009)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span> der <span class="domtooltips">Cochrane Collaboration<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein weltweites Netzwerk von WissenschaftlerInnen und ÄrztInnen, das systematische Übersichtsarbeiten (Reviews) zur Wirkung medizinischer Behandlungen veröffentlicht. Die Mitglieder durchforsten Fachzeitschriften und andere Quellen nach Studien im jeweiligen Interessengebiet. Medizin-Transparent arbeitet eng mit der Österreichischen Cochrane-Zweigstelle (www.cochrane.at) zusammen.</span></span><br />
<em>Eingeschlossene Studien:</em> 25 <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Teilnehmer insgesamt:</em> 1198<br />
<em>Fragestellung:</em>Entspannungstechniken gegen Bluthochdruck<br />
Mögliche Interessenskonflikte: keine angegeben</p>
<p>Dickinson HO, Beyer FR, Ford GA, Nicolson D, Campbell F, Cook JV, Mason J. Relaxation therapies for the management of primary hypertension in adults. Cochrane Database of Systematic Reviews 2008, Issue 1. Art. No.: CD004935. (<a title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit" href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/14651858.CD004935.pub2/abstract">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>)</p>
<p><a name="ref4"></a><strong>[4] Shiralkar u.a. (2013)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">Systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><br />
<em>Analysierte Studien:</em> 13, davon fünf <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Fragestellung:</em> Stressmanagementprogramme für Medizinstudenten<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Shiralkar MT, Harris TB, Eddins-Folensbee FF, Coverdale JH. A systematic<br />
review of stress-management programs for medical students. Acad Psychiatry. 2013<br />
May 1;37(3):158-64.<br />
(<a title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23446664">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>)</p>
<p><a name="ref5"></a><strong>[5] Fjorback u.a. (2011)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Übersichtsarbeit<br />
<em>Analysierte Studien:</em> 21 <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> mit je mindestens 33 Teilnehmern<br />
<em>Fragestellung:</em> Wirkung von achtsamkeitsbasierter Stressreduktion<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Fjorback LO, Arendt M, Ornbøl E, Fink P, Walach H. Mindfulness-based stress<br />
reduction and mindfulness-based cognitive therapy: a systematic review of<br />
randomized controlled trials. Acta Psychiatr Scand. 2011 Aug;124(2):102-19.<br />
(<a title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21534932">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>)</p>
<h3>Weitere wissenschaftliche Quellen</h3>
<p><strong>Black u.a. (2009)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Übersichtsarbeit<br />
<em>Analysierte Studien:</em> 16, davon elf <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span><br />
<em>Teilnehmer insgesamt:</em> 860<br />
<em>Fragestellung:</em>Wirksamkeit von Sitzmeditationen bei Jugendlichen<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Black DS, Milam J, Sussman S. Sitting-meditation interventions among youth: a<br />
review of treatment efficacy. Pediatrics. 2009 Sep;124(3):e532-41. doi:<br />
10.1542/peds.2008-3434. Epub 2009 Aug 24.</p>
<p>(<a title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19706568">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>)</p>
<p><strong>De Vibe u.a. (2012)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><br />
<em>Analysierte Studien:</em> 31 <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">randomisiert-kontrollierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> Studien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um die Wirksamkeit einer
 Behandlung zu untersuchen. Dabei werden VersuchsteilnehmerInnen 
zufällig (randomisiert) der Versuchsgruppe (erhält das zu untersuchendes
 Medikament) oder der Kontrollgruppe (erhält ein konventionelles oder 
ein Scheinmedikament) zugeteilt. So können WissenschaftlerInnen 
vergleichen, wie wirksam ein neues Medikament im Vergleich zu einer 
herkömmlichen oder einer Scheintherapie ist. Die Randomisierung beugt 
dabei der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span>, wobei die Vergleichsgruppen zumeist keine Intervention erhielten<br />
<em>Teilnehmer insgesamt:</em> 1942<br />
<em>Fragestellung:</em>Verbessert achtsamkeistsbasierte Stressreduktion Lebensqualität und Gesundheit?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>(<a title="zum Volltext der Übersichtsarbeit" href="http://campbellcollaboration.org/lib/project/117/">Volltext der Übersichtsarbeit</a>)</p>
<p><a name="refa"></a><strong>[a] Gert Scobel, Warum wir philosophieren müssen: Die Erfahrung des Denkens.</strong> (<a title="Zum Buch auf Amazon" href="http://www.amazon.de/Warum-wir-philosophieren-m%C3%BCssen-ebook/dp/B0081VLF3G">Buchtitel auf Amazon</a>).</p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/meditieren-gegen-stress/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der böse Mikrowellenherd</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/der-bose-mikrowellenherd</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/der-bose-mikrowellenherd#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 May 2013 10:02:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Kerschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Gemüse]]></category>
		<category><![CDATA[Nährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3399</guid>
		<description><![CDATA[Mikrowellenherde zerstören die gesunden Inhaltsstoffe von Brokkoli, ist laut Orf.at Ergebnis einer Studie. Warum es dennoch in Ordnung ist, Gemüse in der Mikrowelle zu erwärmen, verrät unsere Recherche. &#160; &#160; &#160; Zeitungsartikel: Mikrowellen zerstören Inhaltsstoffe von Gemüse (Datum nicht angegeben, ORF.at) Frage: Ist im Mikrowellenherd zubereitetes Gemüse weniger gesund als bei anderen Zubereitungsarten? Antwort: Wie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3400" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/der-bose-mikrowellenherd"><img src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/2013-05-02_Mikrowelle_200x133.jpg" title="&copy;iStockphoto.com/Sergemi" alt="Wie ungesund ist die Mikrowelle?" width="200" height="133" class="size-full wp-image-3400" /></a><p class="wp-caption-text">Wie ungesund ist die Mikrowelle?</p></div>
<p>Mikrowellenherde zerstören die gesunden Inhaltsstoffe von Brokkoli, ist laut <a href="http://sciencev1.orf.at/science/news/93795">Orf.at</a> Ergebnis einer Studie. Warum es dennoch in Ordnung ist, Gemüse in der Mikrowelle zu erwärmen, verrät unsere Recherche.</p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<span id="more-3399"></span><br />
&nbsp;</p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a title="zum Artikel auf ORF.at" href="http://sciencev1.orf.at/science/news/93795">Mikrowellen zerstören Inhaltsstoffe von Gemüse</a> (Datum nicht angegeben, ORF.at)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Ist im Mikrowellenherd zubereitetes Gemüse weniger gesund als bei anderen Zubereitungsarten?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Wie sich Gemüse bei der Zubereitung verändert ist extrem unterschiedlich. Bei jeder Art der Erhitzung können Inhaltsstoffe verloren gehen oder auch leichter erschließbar werden. In Summe lässt sich nicht sagen, dass die Zubereitung in der Mikrowelle immer eine schlechte Wahl ist.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img class="alignnone size-full wp-image-361" title="Information zur Bewertung..." src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/orange_button.png" alt="" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" alt="" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" alt="" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"><a href="../ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Wirksamkeit..." src="../wp-content/uploads/kreuz.png" alt="" width="32" height="32" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Niedrige </a>wissenschaftliche Beweislage</td>
<td>gegen einen <em>Nachteil der Mikrowelle</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Gemüse enthält Vitamine und Antioxidantien in unterschiedlichen Konzentrationen. Die Menge und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe verändert sich, wenn das Gemüse haltbar gemacht oder zubereitet wird. Eine Studie von 2002 fand den Weg in die Massenmedien ebenso wie in Blogs, die dem Gebrauch der Mikrowelle kritisch gegenüber stehen. Diese Laboruntersuchung hat verschiedene Arten der Zubereitung von Brokkoli verglichen und ist zu dem Ergebnis gekommen, die Zubereitung in der Mikrowelle führe zu dem höchsten Verlust an gesunden Inhaltsstoffen <a href="#ref1">[1]</a>. Neuere Studien sehen die Sache differenzierter: Je nach Gemüsesorte und der genauen Art der Zubereitung kann die Mikrowelle mal besser und mal schlechter geeignet sein als beispielsweise Kochen <a href="#ref2">[2]</a><a href="#ref3">[3]</a><a href="#ref4">[4]</a><a href="#ref5">[5]</a><a href="#ref6">[6]</a><a href="#ref7">[7]</a><a href="#ref8">[8]</a><a href="#ref9">[9]</a><a href="#ref10">[10]</a><a href="#ref11">[11]</a><a href="#ref12">[12]</a>. Zudem ist entscheidend, wie viel Wasser verwendet wird, da viele Inhaltsstoffe wasserlöslich sind und über das Kochwasser verloren gehen – was auch schon in der Studie von 2002 besprochen wurde und sich mehrfach bestätigte <a href="#ref1">[1]</a><a href="#ref2">[2]</a><a href="#ref3">[3]</a>. Einige Ergebnisse weisen darauf hin, dass Garen in Summe die schonendste Zubereitungsart sein könnte <a href="#ref10">[10]</a><a href="#ref13">[13]</a><a href="#ref14">[14]</a>.</p>
<h2>Zerstört – na und?</h2>
<p>So wie jede andere Zubereitungsart  zerstört die Mikrowelle in einigen Fällen Inhaltsstoffe, in anderen hat sie positive Auswirkungen. Im schlimmsten Fall, wenn es mit der Dauer und Wattzahl übertrieben wird, ist das entsprechende Essen weniger gesundheitsfördernd, aber keinesfalls gesundheitsschädlich. Wenn es gesundheitliche Probleme in Zusammenhang mit der Mikrowelle gibt, dann liegt das nicht daran, dass die Mikrowelle Inhaltsstoffe zerstört oder verändert, sondern daran, dass einfach insgesamt zu ungesund gegessen wird. Oder wie es ein Harvard-Mediziner zusammenfasst: „Gemüse ist immer gut, unabhängig von der Zubereitungsart und die meisten von uns essen zu wenig davon.“ <a href="#ref17">[17]</a></p>
<h2>Moleküle im Atomkrieg</h2>
<p>Manche Seiten im Internet erwecken den Eindruck, die Mikrowelle sei eine Teufelsmaschine, die uns allen den Tod bringen wird. „(…)auf der Ebene der Zellen ist es, als habe ein Atomkrieg stattgefunden“, wird dort beispielsweise polemisiert, Essen aus der Mikrowelle sei „tot“. Auch abseits der oben besprochenen Pflanzeninhaltsstoffe geben Studien hier Entwarnung. Schon 1982 fasste eine Übersichtsarbeit die Studien zusammen: Die Nährwerte zwischen konventionell zubereitetem  und in der Mikrowelle zubereitetem Essen unterscheiden  sich nicht  signifikant <a href="#ref15">[15]</a>. Und spätestens seit einer umfassenden Laborstudie an Ratten im Jahr 1995 <a href="#ref16">[16]</a> ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen, dass Essen in der Mikrowelle auf irgendeine Weise giftig wird. Die wochenlange Fütterung mit stets mehrfach in der Mikrowelle aufgewärmtem Essen hat bei den Tieren zu keinerlei Vergiftungserscheinungen geführt. Untersucht wurden Verhalten, Urin- und Blutwerte und in aufwendigen Autopsien alle wichtigen Organe und Proben aus dem Knochenmark.</p>
<h2>Wie die Mikrowelle funktioniert</h2>
<p>Die Mikrowelle hat nichts mit radioaktiver Strahlung zu tun, sondern arbeitet mit elektromagnetischer Strahlung, ist also vergleichbar mit Radiowellen nur mit viel höherer Frequenz. Wassermoleküle haben ein Dipolmoment, das heißt, sie haben eine eher positiv und eine eher negativ geladene Seite. Dadurch können sie von den elektromagnetischen Wellen in Schwingung versetzt werden und die Energie der Strahlung wandelt sich in Wärmenergie um; die Nahrung wird durch die enthaltenen Wassermoleküle erhitzt. In dem Moment, in dem die Mikrowelle ausgeschaltet wird, ist auch die Strahlung weg – so, wie wenn man das Licht ausschaltet.</p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">J. Wipplinger, B. Kerschner, C. Christof</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/der-bose-mikrowellenherd&#038;t=Der+b%C3%B6se+Mikrowellenherd"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" alt="auf Facebook teilen" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Der+b%C3%B6se+Mikrowellenherd+http%3A%2F%2Fis.gd%2FZ5RFax"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" alt="auf Twitter teilen" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Mythos Krebsschutz durch Pflanzenfarbstoff Beta-Carotin" href="http://www.medizin-transparent.at/mythos-krebsschutz-durch-pflanzenfarbstoff-beta-carotin">Mythos Krebsschutz durch Pflanzenfarbstoff Beta-Carotin</a> (19. August 2011)</li><li><a title="Der Super Smoothie aus dem Mega Mixer" href="http://www.medizin-transparent.at/der-super-smoothie-aus-dem-mega-mixer">Der Super Smoothie aus dem Mega Mixer</a> (11. Juni 2013)</li><li><a title="Brokkoli-Therapie gegen Gastritis?" href="http://www.medizin-transparent.at/brokkoli-therapie-gegen-gastritis">Brokkoli-Therapie gegen Gastritis?</a> (17. September 2012)</li><li><a title="Vitamin C beinahe nutzlos gegen Erkältungen" href="http://www.medizin-transparent.at/vitamin-c-beinahe-nutzlos-gegen-erkaltungen">Vitamin C beinahe nutzlos gegen Erkältungen</a> (28. November 2011)</li><li><a title="Vitamintabletten: gesund oder gefährlich?" href="http://www.medizin-transparent.at/vitamintabletten-gesund-oder-gefahrlich">Vitamintabletten: gesund oder gefährlich?</a> (25. Oktober 2011)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Vallejo ua (2002)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Gehalt an Vitamin C und Glucosinolaten in Brokkoli in Abhängigkeit von der Zubereitungsart</p>
<p>Glucosinolates and vitamin C content in edible parts of broccoli florets after domestic cooking, European Food Research and Technology Volume 215, Issue 4 , pp 310-316 (<a href="http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00217-002-0560-8" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2] Begum, Brewer (2000)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Wie verringert Kochen, Dampfgaren und Mikrowellen-Garen Anteil an Ascorbinsäure in Tomaten?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Begum S, Brewer MS (2001). Chemical, nutritive and sensory characteristics of tomatoes before and after conventional and microwave blanching during frozen storage. Journal of Food Quality, 24: 1–15. (<a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1745-4557.2001.tb00586.x/abstract" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref3"></a><strong>[3] Jiménez-Monreal u.a. (2009)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Der Einfluss unterschiedlicher Zubereitungsmethoden auf die Inhaltsstoffe bei 20 Gemüsearten.<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Jiménez-Monreal AM, García-Diz L, Martínez-Tomé M, Mariscal M, Murcia MA. Influence of cooking methods on antioxidant activity of vegetables. J Food Sci. 2009 Apr;74(3):H97-H103. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19397724" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref4"></a><strong>[4] Song (2007)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Glucosinolates and isothiocyanates in brassica<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Song L, Thornalley PJ. Effect of storage, processing and cooking on glucosinolate content of Brassica vegetables. Food Chem Toxicol. 2007 Feb;45(2):216-24. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17011103" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref5"></a><strong>[5] Villanueva u.a. (2000)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Verringerung von Vitamin B1 und B2 durch Mirkrowellen- und konventionelle Garung<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>M.T Orzáez Villanueva, A D??az Marquina, E Franco Vargas, G Blázquez Abellán. Modification of vitamins B1 and B2 by culinary processes: traditional systems and microwaves. Food Chemistry, Volume 71, Issue 4, December 2000, Pages 417–421 (<a href="http://dx.doi.org/10.1016/S0308-8146(00)00131-X" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref6"></a><strong>[6] Faller, Fialho (2009)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Gehalt von Antioxidantien und Phenolen in Gemüsesorten in Abhängigkeit unterschiedlicher Zubereitungsarten.<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>The antioxidant capacity and polyphenol content of organic and conventional retail vegetables after domestic cooking. Food Research International 42: 210–215. (<a href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0963996908002111" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref7"></a><strong>[7] Ferrarini ua. 2011</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Einfluss der Zubereitungsart auf die biologische Aktivität von Brokkoli, Rosenkohl und Karfiol<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Ferrarini L, Pellegrini N, Mazzeo T, Miglio C, Galati S, Milano F, Rossi C, Buschini A. Anti-proliferative activity and chemoprotective effects towards DANN oxidative damage of fresh and cooked Brassicaceae. Br J Nutr. 2011 Nov 17:1-9. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22088277" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref8"></a><strong>[8] Galgano 2007</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Einfluss der Zubereitungsart auf die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe von Brokkoli<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Galgano F, Favati F, Caruso M, Pietrafesa A, Natella S. The influence of processing and preservation on the retention of health-promoting compounds in broccoli. J Food Sci. 2007 Mar;72(2):S130-5 (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17995854" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref9"></a><strong>[9] Natella ua. (2010)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Gehalt von Antioxydantien und Phenolen in sieben Gemüsearten in Abhängigkeit von der Zubereitungsart<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Natella F, Belelli F, Ramberti A, Scaccini C (2010). Microwave and traditional cooking methods: effect of cooking on antioxidant capacity and phenolic compounds content of seven vegetables. Journal of Food Biochemistry, 34: 796–810. (<a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1745-4514.2009.00316.x/abstract" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref10"></a><strong>[10] Yuan ua. 2009</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Auswirkung verschiedener Garmethoden auf den Nährstoffgehalt von Brokkoli<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Yuan GF, Sun B, Yuan J, Wang QM. Effects of different cooking methods on health-promoting compounds of broccoli. J Zhejiang Univ Sci B. 2009 Aug;10(8):580-8. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19650196" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref11"></a><strong>[11] Pellegrini ua. (2010)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Einfluss der Zubereitungsart auf die Inhaltsstoffe von drei Gemüsesorten<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> Gemüse zur Verfügung gestellt von der Firma La Linea Verde spa, Insalate Pronte</p>
<p>Pellegrini N, Chiavaro E, Gardana C, Mazzeo T, Contino D, Gallo M, Riso P, Fogliano V, Porrini M. Effect of different cooking methods on color, phytochemical concentration, and antioxidant capacity of raw and frozen brassica vegetables. J Agric Food Chem. 2010 Apr 14;58(7):4310-21. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20218674" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref13"></a><strong>[13] Rungapamestry ua. (2006)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Die Veränderung von Inhaltsstoffen von Kohl bei der Zubereitung durch Garen oder in der Mikrowelle<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>Rungapamestry V, Duncan AJ, Fuller Z, Ratcliffe B. Changes in glucosinolate concentrations, myrosinase activity, and production of metabolites of glucosinolates in cabbage (Brassica oleracea Var. capitata) cooked for different durations. J Agric Food Chem. 2006 Oct 4;54(20):7628-34. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17002432" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref14"></a><strong>[14] Wang 2012</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Chemische Laborstudie<br />
<em>Fragestellung:</em> Gehalt an Sulfurophan in Brokkoli in Abhängigkeit von der Art der Erwärmung<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben</p>
<p>GC, Farnham M, Jeffery EH. Impact of Thermal Processing on Sulforaphane Yield from Broccoli ( Brassica oleracea L. ssp. italica). J Agric Food Chem. 2012 May 15. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22471240" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref15"></a><strong>[15] Cross, Fung (1982)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Übersichtsarbeit<br />
<em>Fragestellung:</em> Verändert die Zubereitung in der Mikrowelle den Nährwert von Lebensmitteln?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben.</p>
<p>Cross GA, Fung DY. The effect of microwaves on nutrient value of foods. Crit Rev Food Sci Nutr. 1982;16(4):355-81. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7047080" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<p><a name="ref16"></a><strong>[16] Jonker, Til (1995)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Laborstudie an Ratten<br />
<em>Fragestellung:</em> Wie wirkt sich menschliche Diät auf Ratten aus, wenn sie entweder konventionell oder mit Mikrowelle zubereitet wird?<br />
<em>Mögliche Interessenskonflikte:</em> keine angegeben.</p>
<p>Jonker D, Til HP. Human diets cooked by microwave or conventionally: comparative sub-chronic (13-wk) toxicity study in rats. Food Chem Toxicol. 1995 Apr;33(4):245-56. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7737598" title="zur Zusammenfassung der Studie">Zusammenfassung der Studie</a>)</p>
<h3>Weitere wissenschaftliche Quellen</h3>
<p><a name="ref17"></a><strong>[17] Bistrian (2008).</strong> By the way, doctor. Does cooking with a microwave take nutrients out of food? Harvard Health Letter</p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/der-bose-mikrowellenherd/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mediterrane Kost für ein gesundes Herz?</title>
		<link>http://www.medizin-transparent.at/mediterrane-kost-fur-ein-gesundes-herz</link>
		<comments>http://www.medizin-transparent.at/mediterrane-kost-fur-ein-gesundes-herz#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 15:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Kerschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Herz-Kreislauf]]></category>
		<category><![CDATA[mediterrane Ernährung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medizin-transparent.at/?p=3384</guid>
		<description><![CDATA[Schon seit langer Zeit scheint ein Zusammenhang zwischen mediterraner Ernährung und einem geringeren Risiko für Herzerkrankungen zu bestehen. Heute gibt es viele wissenschaftliche Studien, die diese Aussage auf Herz und Nieren prüfen. &#160; &#160; &#160; Zeitungsartikel: Mediterrane Speisen senken Herz-Risiko (4.4.2013, DiePresse) Frage: Senkt eine mediterrane Ernährungsweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Antwort: Mehrere große Studien [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3388" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.medizin-transparent.at/mediterrane-kost-fur-ein-gesundes-herz"><img src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/2013-04-30_Medterrane-Diät_iStock_200x134.jpg" title="&copy;iStockphoto.com/aprilante" alt="Wie gesund ist Mittelmeerkost?" width="200" height="134" class="size-full wp-image-3388" /></a><p class="wp-caption-text">Wie gesund ist Mittelmeerkost?</p></div>
<p>Schon seit langer Zeit scheint ein Zusammenhang zwischen mediterraner Ernährung und einem geringeren Risiko für Herzerkrankungen zu bestehen. Heute gibt es viele wissenschaftliche Studien, die diese Aussage auf Herz und Nieren prüfen.<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
<span id="more-3384"></span><br />
&nbsp;</p>
<table class="table_rating" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Zeitungsartikel: </strong></td>
<td colspan="2"><a title="zum Artikel in der Online-Presse" href="http://www.diepresse.com/home/gesundheit/1384562/Mediterrane-Speisen-senken-HerzRisiko?_vl_backlink=/home/gesundheit/index.do">Mediterrane Speisen senken Herz-Risiko </a> (4.4.2013, DiePresse)</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Frage:</strong></td>
<td colspan="2">Senkt eine mediterrane Ernährungsweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen?</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Antwort:</strong></td>
<td colspan="2">Mehrere große Studien zeigen, dass eine mediterrane Ernährungsweise vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems schützen kann.</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Beweislage:</strong></td>
<td><a href="ueber/bewertungskriterien"><img class="alignnone size-full wp-image-361" title="Information zur Bewertung..." alt="" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/orange_button.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button.png" width="32" height="32" /></a><a href="ueber/bewertungskriterien"><img title="Information zur Bewertung..." alt="" src="../wp-content/uploads/orange_button_grey1.png" width="32" height="32" /></a></td>
<td style="width: 400px;"><a href="http://www.medizin-transparent.at/ueber/bewertungskriterien"><img class="size-full wp-image-320" title="Information zur Wirksamkeit..." alt="" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/accept1.png" width="32" height="32" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="nowrap"><a title="Information zur Bewertung..." href="ueber/bewertungskriterien">Mittlere</a> wissenschaftliche Beweislage</td>
<td>für die<em> Wirksamkeit</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Unter einer mediterranen Ernährungsweise versteht man im Allgemeinen den regelmäßigen Konsum von Nahrungsmitteln, die im Mittelmeerraum üblich sind. Dazu zählt die regelmäßige Aufnahme von wenig verarbeitetem Obst, Gemüse und (Vollkorn-) Getreideprodukten sowie Nüssen. Olivenöl stellt die Haupt-Fettquelle dar, Milchprodukte (vor allem Käse und Joghurt), Fisch, Geflügel, Eier und  Wein in moderaten Mengen sind ebenfalls Teil dieser Ernährung. Rotes Fleisch wird nur in geringen Mengen verzehrt <a href="#ref4">[4]</a>.</p>
<p>Ein Artikel auf diepresse.com geht der Frage nach, ob eine Einhaltung dieses Ernährungsmusters das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt. Er bezieht sich auf eine neue Studie von Ramón Estruch, die in der Medizin-Fachzeitschrift, New England Journal of Medicine, publiziert wurde. Untersucht wurden Probanden, die zwar keine Herz-Kreislauf-Erkrankung aufwiesen, aber gewisse Risikofaktoren, wie Diabetes, Fettsucht, Rauchen oder Bluthochdruck. Das Ergebnis: Das Einhalten einer mediterranen Ernährungsweise senkt das Risiko, an einem Herzleiden zu erkranken, um rund 30 Prozent. Kann diese Aussage durch andere Studien bekräftigt werden?</p>
<h2>Breite Zustimmung</h2>
<p>Wer sich mediterran ernährt, ist auf der sicheren Seite. Zwei systematische Übersichtsarbeiten an insgesamt über zwei Millionen Studienteilnehmern überprüfen, wie gesund Tomaten, Olivenöl, Nüsse und Co für Herz und Kreislauf wirklich sind. Dabei wurde klar: Die mediterrane Ernährung  reduziert das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden, tatsächlich um 37 Prozent <a href="#ref1">[1]</a>. Zu beachten ist jedoch, dass die Studien über einen Zeitraum von vier bis 20 Jahren liefen. Ein positiver Effekt wird demnach nicht sofort nach einer Ernährungsumstellung eintreten. </p>
<p>Auch im Hinblick auf die Sterblichkeit durch eine Herz-Kreislauf-Erkrankung gibt es positive Ergebnisse. Dabei ist entscheidend, wie exakt man die Ernährung einhält. Wer nur auf Olivenöl umstellt aber weiterhin täglich rotes Fleisch und Eier isst, erzielt einen geringeren Effekt als wenn er seine Ernährung konsequent umstellt. Den Teilnehmern wurden deshalb Punkte von 0 bis 9 zugeordnet, je nachdem wie exakt sie sich an das Ernährungsmuster hielten. 0 für geringes, und 7 bis 9 für hohes Einhalten des Ernährungsmusters. Wer sich mittelstark (2 Punkte) an die vorgegebene Ernährung hält, senkt sein Risiko schon um 10 Prozent. Wer sich demnach voll und ganz einer mediterranen Ernährung verschreibt, kann sein Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um bis zu einem  Viertel senken <a href="#ref2">[2]</a>.</p>
<h2>Mediterrane Ernährung – die Allround-Prävention</h2>
<p>Neben einer geringeren Zahl an Herz-Kreislauf-Erkrankten ist auch die Krebsrate in südeuropäischen Ländern deutlich geringer. Der Grund ist auch hier in der mediterranen Küche zu finden: Obst und Gemüse besitzen Schutzfunktion. Obwohl noch nicht geklärt ist, wie genau dieser Schutz aussieht, weisen die Studien auf ein möglicherweise verringertes Risiko für das Auftreten von Krebs hin. Dabei erkrankten um sechs Prozent weniger Teilnehmer an Krebs, wenn diese sich mediterran ernährten <a href="#ref2">[2]</a><a href="#ref3">[3]</a>. Das gilt jedoch nicht nur für Krebs oder die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Eine Umstellung auf Mittelmeerkost senkt ganz allgemein die Wahrscheinlichkeit frühzeitig zu sterben. </p>
<p style="text-align: right;">(für den Inhalt verantwortlich: <a title="das Medizin-Transparent - Team" href="http://www.medizin-transparent.at/kontakt">K. Regnat, B. Kerschner, Claudia Christof</a>)</p>
<p>Artikel empfehlen: <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.medizin-transparent.at/mediterrane-kost-fur-ein-gesundes-herz&#038;t=Mediterrane+Kost+f%C3%BCr+ein+gesundes+Herz%3F"><img class="size-full wp-image-2011 alignnone" title="auf Facebook teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/facebook.png" alt="auf Facebook teilen" width="16" height="16" /></a> <a href="http://twitter.com/home/?status=Mediterrane+Kost+f%C3%BCr+ein+gesundes+Herz%3F+http%3A%2F%2Fis.gd%2FXAoRJt"><img class="size-full wp-image-2012" title="auf Twitter teilen" src="http://www.medizin-transparent.at/wp-content/uploads/twitter.png" alt="auf Twitter teilen" width="16" height="16" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> Ähnliche Artikel</h3>
<ul class="list_of_related_posts"><li><a title="Olivenöl: nur wohlschmeckend oder auch gesund fürs Herz?" href="http://www.medizin-transparent.at/olivenol-nur-wohlschmeckend-oder-auch-gesund-furs-herz">Olivenöl: nur wohlschmeckend oder auch gesund fürs Herz?</a> (29. Juni 2012)</li><li><a title="Wie ungesund ist rotes Fleisch für das Herz?" href="http://www.medizin-transparent.at/wie-ungesund-ist-rotes-fleisch-fur-das-herz">Wie ungesund ist rotes Fleisch für das Herz?</a> (26. April 2013)</li><li><a title="Schokolade als Medizin – zartschmelzender Mythos oder Fakt?" href="http://www.medizin-transparent.at/schokolade-als-medizin-zartschmelzender-mythos-oder-fakt">Schokolade als Medizin – zartschmelzender Mythos oder Fakt?</a> (5. Juli 2012)</li><li><a title="Was hält dicke Kinder gesund?" href="http://www.medizin-transparent.at/was-halt-dicke-kinder-gesund">Was hält dicke Kinder gesund?</a> (4. Juni 2013)</li><li><a title="Sonnenbad: Gesund statt krebsfördernd?" href="http://www.medizin-transparent.at/sonnenbad-gesund-statt-krebsfordernd">Sonnenbad: Gesund statt krebsfördernd?</a> (31. Mai 2013)</li></ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Information zu den wissenschaftlichen Studien</h3>
<p><a name="ref1"></a><strong>[1] Mente u.a. (2009)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span> und <span class="domtooltips">Meta-Analyse<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Fragestellung zusammen nimmt und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis errechnet.</span></span><br />
<em>Eingeschlossene Studien:</em> Insgesamt 189 Studien (146 <span class="domtooltips">Kohortenstudien<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Von einer relativ einheitlichen Gruppe von Personen (<i>Kohorte</i>) werden über einen gewissen Zeitraum spezifische Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Cholesterinspiegel) beobachtet, um zu untersuchen, wie viele TeilnehmerInnen am Ende eine bestimmte Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) entwickeln. Der Vergleich der Risikofaktoren von später Erkrankten und Gesundgebliebenen  kann einen möglichen Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Erkrankung aufzeigen.</span></span>, 43 <span class="domtooltips">randomisierte<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">Randomisierung ist die zufällige Aufteilung von StudienteilnehmerInnen entweder zu einer Kontrollgruppe, welche ein Scheinmedikament bekommen, oder zu einer Versuchsgruppe, die das zu untersuchende Medikament erhalten. Randomisierung beugt der unabsichtlichen Verfälschung von Studienergebnissen vor.</span></span> kontrollierte Studien)<br />
<em>Teilnehmer:</em> Insgesamt 36 413 (29 209 Kohorten, 7 204 RCT)<br />
<em>Fragestellung:</em> Zusammenhang zwischen Ernährungsfaktoren und koronaren Herzerkrankungen<br />
<em>Mögliche Interessenkonflikte:</em> keine Angaben</p>
<p>Mente A, de Koning L, Shannon HS, Anand SS. A systematic review of the evidence supporting a causal link between dietary factors and coronary heart disease. Arch Intern Med. 2009 Apr 13;169(7):659-69. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19364995" title="zur Zusammenfassung der Übersichtsarbeit">Zusammenfassung der Übersichtsarbeit</a>)  </p>
<p><a name="ref2"></a><strong>[2] Sofi u.a. (2008)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span> und <span class="domtooltips">Meta-Analyse<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Fragestellung zusammen nimmt und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis errechnet.</span></span><br />
<em>Eingeschlossene Studien:</em> 12 Studien (4 zu kardiovaskulärem Risiko)<br />
<em>Teilnehmer:</em> Insgesamt 1 574 299 (404 491 zu kardiovaskulärem Risiko)<br />
<em>Fragestellung:</em> Auswirkungen einer mediterranen Ernährung auf die Gesundheit<br />
<em>Mögliche Interessenkonflikte:</em> keine Angabe</p>
<p>Sofi F, Cesari F, Abbate R, Gensini GF, Casini A. Adherence to Mediterranean diet and health status: meta-analysis. BMJ. 2008 Sep 11;337:a1344. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2533524/" title="zur Übersichtsarbeit in voller Länge">Übersichtsarbeit in voller Länge</a>)</p>
<p><a name="ref3"></a><strong>[3] Sofi u.a. (2010)</strong><br />
<em>Studientyp:</em> Aktualisierung einer <span class="domtooltips"><span class="domtooltips">systematische Übersichtsarbeit<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span><span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer medizinischen Fragestellung zusammen. Dabei wird darauf geachtet, möglichst alle Studien zu der betreffenden Fragestellung einzubeziehen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.</span></span> und <span class="domtooltips">Meta-Analyse<span class="domtooltips_tooltip" style="display: none">ein statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Fragestellung zusammen nimmt und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis errechnet.</span></span><br />
<em>Eingeschlossene Studien:</em> 7 zusätzliche Studien (3 zu kardiovaskulärem Risiko)<br />
<em>Teilnehmer:</em> Insgesamt (mit Original) 2 190 627 (534 064 zu kardiovaskulärem Risiko)<br />
<em>Fragestellung:</em> positive Auswirkungen einer mediterranen Ernährung auf die Gesundheit<br />
<em>Mögliche Interessenkonflikte:</em> Keine</p>
<p>Sofi F, Abbate R, Gensini GF, Casini A. Accruing evidence on benefits of adherence to the Mediterranean diet on health: an updated systematic review and meta-analysis. Am J Clin Nutr. 2010 Nov;92(5):1189-96. (<a href="http://ajcn.nutrition.org/content/92/5/1189.long" title="zur Übersichtsarbeit in voller Länge">Übersichtsarbeit in voller Länge</a>)</p>
<h3>Weitere wissenschaftliche Quellen</h3>
<p><a name="ref4"></a><strong>[4] DynaMed. (2013, 10. April).</strong> Mediterranean diet. Ipswich, MA:EBSCO Publishing. Abgerufen am 24. 4. 2013 unter <a href="http://search.ebscohost.com/login.aspx?direct=true&#038;db=dme&#038;AN=164931&#038;site=dynamed-live&#038;scope=site">http://search.ebscohost.com/login.aspx?direct=true&#038;db=dme&#038;AN=164931&#038;site=dynamed-live&#038;scope=site</a> </p>
  ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.medizin-transparent.at/mediterrane-kost-fur-ein-gesundes-herz/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
